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Daniel 5, 1-30

von
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Belsazer ist der Enkel von Nebukadnezar und regiert – zusammen mit seinem Vater Nabonid - von 553 bis 539 v.Chr. Die Ereignisse unseres Kapitels ereignen sich im Jahr 539 v.Chr., als die Perser schon die babylonische Hauptstadt bedrohen.

Das Festmahl, das der König gibt, soll die Moral der Belagerten stärken. Außerdem rufen die Babylonier  ihre Götter um Rettung an (Vers 4).

Zu Vers 5: Babylonische Hände haben Gott und seine Tempelgefäße missachtet und herausgefordert. Jetzt fordert die Hand, die über alle Menschen herrscht, die Babylonier heraus. Gott gibt ihnen eine deutliche Antwort. Ausgrabungen haben gezeigt, dass die Palastwand in Babyloneine dünne Gipsschicht auswies, so dass sich die Hand und die Schrift auf diesem weißen Hintergrund sehr deutlich abhob.

 

Die Experten versagen ohne Gottes Hilfe ein weiteres Mal bei der Deutung der Schrift (Verse 7-9), nicht aber Gottes Diener Daniel. Der wird von der Königinmutter ins Spiel gebracht, die sich noch gut daran erinnern kann, dass Daniel zwei Mal Nebukadnezars Träume gedeutet hat.

In den Versen 17-23 lehnt Daniel die Belohnungen ab, die ihm angeboten werden, und kritisiert den Stolz des Königs. Er verweist darauf, dass dessen Großvater Nebukadnezar stolz und hochmütig wurde, daraufhin Gottes Strafe erlebte und danach aber Jahwe als den Höchsten anerkannte und ehrte. Nun wirft Daniel Belsazer vor, dass er sich nicht vor Gott demütigt, sondern sich gegen den Herrn des Himmels erhoben hat.

Die Schrift an der Wand ist Gottes Urteil über Belsazer und die Babylonier: „Mene mene tekel u-parsin“ – das bedeutet: „Dein Königtum ist gezählt und beendet, man hat dich auf der Waage gewogen und zu leicht befunden, dein Reich ist zerteilt und wird den Medern und Persern gegeben.“

Antike Aufzeichnungen berichten, dass es den persischen Truppen durch einen Trick gelingt, die Stadtmauern von Babylon zu überwinden und dass am 16. Oktober 539 v.Chr. Belsazer und seine Wachen getötet werden (die Perser heben einen Graben aus, um das Wasser des Euphrat umzuleiten - durch den gesenkten Wasserspiegel können sie auf dem ausgetrockneten Grund des Flusses, der sich durch die Stadt zieht, die starken Stadtmauern unterqueren).

Auch dieses beeindruckende Kapitel warnt uns vor Hochmut und Stolz. Im Lobgesang der Maria sagt die Mutter Jesu prophetisch über ihren Sohn: „Er vollbringt machtvolle Taten mit seinem Arm und zerstreut alle, die in ihrem Herzen hochmütig sind.“ (Luk.1, 51).

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Gast
Gast Freitag, 22 September 2017

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