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Daniel 6, 1-29

von
625

 

Die Ereignisse dieses Kapitels haben kurz nach der Eroberung Babylons durch die Meder und Perser im Oktober 539 v. Chr. stattgefunden. Historisch ist nicht klar, wer mit „Darius“ gemeint ist. Entweder ist Darius ein anderer Namen für König Kyrus von Persien, oder aber Kyrus hat nach der Eroberung Babylons seinen General Ugbaru, der Babylon eingenommen hat, zum Herrscher über die Hauptstadt und seine Umgebung gemacht. Auf jeden Fall ist Daniel, der ja bereits im Jahr 605 v.Chr. nach Babylon verschleppt worden ist, schon recht alt.

 

Eine der ersten Aufgaben, die Darius zu lösen hat, ist die Neuorganisation des gerade eroberten Königreichs Babylon. Dafür setzt er 120 Statthalter ein, die wiederum 3 Fürsten über sich haben. Einer der Fürsten ist niemand anderes als Daniel. Er ist für diese Aufgabe hervorragend geeignet, denn er verfügt über eine außerordentliche Weisheit, er hat große Erfahrung in der Regierungs- und Verwaltungsarbeit unter Nebukadnezar gesammelt, Daniel ist sehr vertrauenswürdig und er ist treu (Vers 5). Was für ein großartiges Lob für diesen Mann Gottes!

Darius will ihn für das gesamte Königreich verantwortlich machen. Das schafft natürlich Spannungen zwischen Daniel und den anderen Fürsten und Statthaltern. Diese überlegen, wie sie ihn aus dem Weg schaffen können. Da Daniel absolut integer ist, fällt ihnen nichts anderes ein, als ihn wegen seines Glaubens anzuschwärzen. Sie schlagen Darius ein Gesetz vor, das verbietet, während der nächsten 30 Tage zu  jemand anderem als zu dem König zu beten. Wer gegen dies Gesetz verstößt, soll hingerichtet werden.

Daniel hat natürlich von diesem Gesetz erfahren und weiß vermutlich auch, dass er damit zur Strecke gebracht werden soll. Mich beeindruckt, was in Vers 11 beschrieben wird: „Er fiel drei Mal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.“

Daniel hat eine gute Gewohnheit: er betet drei Mal am Tag. Auch durch das neue Gesetz lässt er sich nicht darin beirren, auch wenn er damit sein Leben in Gefahr bringt. Welch eine Treue zu Gott zeichnet Daniel aus!

Seine Feinde beobachten Daniel und melden es dem König, dass Daniel gebetet hat. Der König kann nicht verhindern, dass Daniel in die Löwengrube geworfen wird. Aber das Wunder geschieht: Gott schickt einen Engel, der die Löwen im Zaum hält, so dass Daniel nichts geschieht.

Als der König Daniel lebend wiedersieht, gibt er einen erstaunlichen Befehl: Die Menschen in seinem Königreich sollen dem lebendigen Gott die Ehre geben!

Mich beeindruckt Daniel sehr! Das Wichtigste ist ihm, Gott treu zu bleiben und ihm die Ehre zu geben, auch wenn das für ihn Nachteile mit sich bringt. Mit dieser Grundeinstellung ist uns Daniel ein großes Vorbild. Wir gehen manchmal schnell faule Kompromisse ein. Wir wollen uns von Daniel motivieren lassen, Gott alle Ehre zu geben!

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Gast
Gast Freitag, 22 September 2017

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