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Daniel 7, 1-28

von
448

 

Dieser Traum Daniels steht in engem Zusammenhang zu dem Standbild, von dem Nebukadnezar in Kapitel 2 geträumt hat. Die vier Tiere repräsentieren die gleichen Reiche wie die einzelnen  Teile des Standbilds in Kapitel 2.

Daniel darf einen Blick in die Gegenwart und Zukunft werfen, er sieht dabei die verschiedenen Weltreiche, die einander ablösen. Das Ganze endet mit der Wiederkunft Jesu und dem tausendjährigen Reich, dass Jesus nach seiner Wiederkunft als König regiert. Insofern passt dieser Text wunderbar in die Adventszeit, in der wir uns ja mit der zweiten Ankunft Jesu beschäftigen. Halten wir uns noch einmal vor Augen, um welche Reiche es geht:

 

Der Löwe mit den Adlerflügeln steht für Babylon. Löwen mit Flügeln bewachen die Tore des königlichen Palastes von Babylon. Im Vorderasiatischen Museum in Berlin kann man die Mauern von Babylon sehen, die mit vielen Löwenbildern geschmückt sind.

Das zweite Tier, der Bär, steht für das Medo-Persische Reich. Daniel hat den Sieg Persiens und die Einnahme Babylons persönlich miterlebt (siehe Daniel 5 und die Erklärung dazu).

Mit dem Panther ist Griechenland unter Alexander dem Großen gemeint. Die vier Köpfe stehen für die 4 Generäle, die das griechische Reich unter sich aufteilen, nachdem Alexander bereits im Alter von 33 Jahren stirbt. Sie regieren über Mazedonien, Kleinasien, Syrien und Ägypten.

Mit dem vierten Tier ist das römische Reich gemeint. Ausleger sind der Ansicht, dass mit den 10 Hörnern ein Staatenbund gemeint ist, der auf das alte römische Reich aufbaut und kurz vor der Wiederkunft Jesu seine Zeit hat. Aus diesem Staatenbund erhebt sich ein Horn „ und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redete.“ (Vers 8). Dieses Symbol beschreibt den Aufstieg des Antichristen, es steht für einen überaus stolzen Menschen. „Er wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten.“ (Vers 25). Der Antichrist wird sich also gegen Gott auflehnen und die Christen verfolgen. Weitere Angaben zum Antichisten findet ihr in 2.Thessalonicher 2, 3-10!

Wir als Christen brauchen den Antichristen aber nicht zu fürchten. Dieses Kapitel zeigt uns ein beeindruckendes Bild von Gott auf seinem Thron  (Verse 9-10, vergleiche Offb.4). In den Versen 13-14 ist von dem „Menschensohn“ die Rede. Gemeint ist Jesus Christus, der sich im NT immer wieder Menschensohn nennt und damit zum Ausdruck bringt: Ich bin der von Gott Versprochene und der von Gott Gesandte! Hier wird berichtet, dass Gott seinen Sohn Jesus zum König krönt, der dann in alle Ewigkeit regieren wird. In diesem Zusammenhang ist auch davon die Rede, dass Gott Gericht über den Antichristen hält. Er wird beim zweiten Kommen Christi besiegt und gerichtet werden (vergleiche Offenbarung 19, 20 und 20, 10).

Am Schluss des Kapitels steht der tröstliche Gedanke: „Gottes Reich ist ewig und alle Mächte werden ihm dienen und ihm gehorchen!“ (Vers 27). Unserem Herrn gehört die Zukunft, deshalb können wir als Christen ganz getrost in die Zukunft sehen!

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Gast
Gast Freitag, 22 September 2017

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