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Jona 2, 1-11

von
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Gestern haben wir gelesen, dass Jona vor Gott flüchten will. Er ist auf einem Schiff in Richtung Spanien, als ein gewaltiger Sturm losbricht. Die Schiffsmannschaft äußert die Vermutung, dass der tragische Sturm die Folge göttlichen Zorns über die Schuld eines Menschen an Bord ist. Als das Los geworfen wird, fällt es auf Jona.

Jona bekennt, dass er vor Gott auf der Flucht ist und bereut sein Tun. Er ist bereit, Strafe auf sich zu nehmen, sogar den Tod. Und so fordert er die Schiffsbesatzung auf, ihn ins Meer zu werfen, um die anderen und das Schiff zu retten. Die Schiffsleute befolgen die Anweisung des Propheten – und das Meer wird still!

 

Aber Jona kommt nicht in den Fluten um, wie eigentlich zu erwarten ist. Gott ist mit Jona noch nicht fertig. Er lässt einen großen Fisch kommen, der Jona verschluckt. Die Frage, die sich jedem beim Lesen dieses Abschnitts stellt, lautet: Wie glaubhaft ist der Bericht vom Fisch, der Jona verschluckt?

Nun, Gott ist der Allmächtige, der die Macht hat, Wunder zu tun! Aber muss es überhaupt ein Wunder sein? Mehrere Bibelausleger sind der Meinung, dass es sich bei dem Fisch um einen Pottwal gehandelt hat. Pottwale waren damals im Mittelmeer verbreitet. Sie greifen Menschen nicht an. Interessanterweise gibt es mehrere glaubwürdige Berichte, dass Menschen von Pottwalen verschlungen wurden und lebendig wieder herausgekommen sind. 1918 waren Fischer bei den Falklandinseln auf Waljagd. Ein Riesenpottwal tauchte auf und brachte das Boot zum Kentern. Ein Matrose war verschwunden. Den Fischern gelang es dennoch, den Wal zu erlegen. Als sie das Tier aufschnitten, fanden sie im Magen des Wals den vermissten Matrosen. Seine Kleider waren in Fetzen, seine Haut sah aus wie gegerbtes Leder – aber er lebte und hat seine Geschichte später selbst erzählt.

Im Fisch kommt Jona zum Nachdenken und zum Gebet. Er erkennt, dass seine Situation eine Folge seiner Sünde ist. Er tut Buße und bittet Gott um Hilfe. In Vers 10 verspricht er: „Was ich gelobt habe, das will ich tun!“ Vermutlich ist Jona zur Besinnung gekommen und ist nun endlich bereit, Gottes Willen zu tun und zum Predigen nach Ninive zu gehen. Er setzt seine Hoffnung auf Gott: „Die Rettung kommt von dem Herrn!“ (Vers 10).

Ja, die Rettung kommt von dem Herrn! Das ist auch die Botschaft des Weihnachtsfestes. Der Engel Gabriel sagte Maria, als er ihr die Geburt Jesu ankündigte, dass sie ihren Sohn „Jesus“ nennen soll. Jesus (oder hebräisch Jeschua) heißt übersetzt: Jahwe rettet. Um uns zu retten, hat Gott seinen Sohn gesandt. Dafür wollen wir ihn heute preisen!

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Gast
Gast Freitag, 22 September 2017

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