Blog AT-365

Herzlich willkommen auf dem Blog AT-365
Hier können Sie jeden Tag einen Beitrag zum "Projekt AT-365" lesen. Den Leseplan zum Projekt können Sie hier im Blog auf der rechten Seite herunterladen.

Jona 3, 1-10

von
439

 

Als der Fisch ihn an Land gespuckt hat, beginnt für Jona keine entspannte Urlaubszeit. Gott hat andere Pläne mit ihm. Er hält an Jona als seinem Propheten fest. Er spricht mit ihm, er gibt ihm eine neue Chance. So ist Gott! Bei ihm ist immer ein Neubeginn möglich, wenn wir zu ihm umkehren.

Der Auftrag, den Jona erhält, ist der gleiche, den Gott ihm schon einmal gegeben hat: Er soll nach Ninive gehen und die Bewohner der Stadt zur Umkehr aufrufen!

Tatsächlich: Jona macht sich auf den ca. 1000 km langen Weg nach Ninive. Er hat Angst vor dem, was ihn in der großen Stadt erwartet. Ninive ist die größte Stadt der damaligen Zeit. Es wird geschätzt, dass sie zur Zeit Jonas weit über 100 000 Einwohner hat.

Jona geht aufmerksam durch die Straßen der großen Stadt. Er sieht beeindruckende große Bauten, er bemerkt aber auch die heidnischen Tempel für Ischtar, die Hauptgöttin der Assyrer. Er denkt an die Grausamkeit der Assyrer bei ihrer Kriegsführung und die moralische Verkommenheit der Leute hier. „Ja“, so denkt er, „diese Leute haben Gottes Gericht wirklich verdient!“

 

Aber Gottes Herz schlägt für die Großstadt. Sonst hätte er Jona nicht geschickt. Gott liegen die Großstädte und ihre Menschen am Herzen – das gilt für Ninive damals genauso wie für Erfurt heute. Gottes Herz schlägt für Erfurt!

Als er im Zentrum der Stadt angekommen ist, beginnt Jona mit seiner kurzen, aber wichtigen Predigt: „Noch 40 Tage und Ninive wird untergehen!“  Jona hat damit gerechnet, dass die Leute sich über seine Worte lustig machen. Womit er nicht gerechnet hat, das passiert: Eine tiefe Betroffenheit macht sich bei den Einwohnern breit. Sogar der König nimmt Jonas Botschaft ernst. Er sieht die Schuld bei sich und dem Volk und ordnet eine Buße an. Der König beugt sich vor dem lebendigen Gott und ruft sein Volk zur Umkehr auf: Konkret sollen die Leute fasten, Bußkleidung anziehen, zu Gott im Gebet rufen und von ihrer Sünde ablassen.

Was ist eigentlich mit Buße gemeint? Es geht um Abkehr von einem falschen, sündigen Weg, um echte Reue und Umkehr und um Hinkehr zu Jesus Christus.

Solche Umkehr ist auch heute nötig. Wir sind als Christen oft gleichgültig und selbstgerecht geworden, wir leben nach unseren eigenen Maßstäben und viele von uns fragen kaum noch nach dem Willen Gottes. Wir brauchen Umkehr!

Das Erstaunliche ist: Die Leute von Ninive bekehren sich von ihrem bösen Weg, sie richten ihr Vertrauen auf Gott und glauben an ihn. Gott ist barmherzig und führt das angekündigte Gericht nicht aus. Gott hat auch für uns ein Herz voller Liebe und Erbarmen! Das wird an diesem Weihnachtsfest besonders deutlich. Lasst uns dafür beten, dass vielen Menschen das Herz für Gottes Liebe aufgeht!

Kommentare

Kommentar hinterlassen

Gast
Gast Mittwoch, 20 September 2017

Zusätzliche Informationen