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Jona 4, 1-11

von
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Nach der erstaunlichen Umkehr und Rettung wird in Ninive gefeiert. Aber einer ist unglücklich: Jona. Er ist zornig. Sein Ruf als Prophet ist kaputt. Sein Stolz hat einen argen Schlag erlitten. Jona ärgert sich über Gott! Er fühlt sich von Gott im Stich gelassen. Ein Ausleger schreibt dazu: „Wer Jonas Verhalten unbegreiflich findet, dem mangelt es noch an ausreichender Selbsterkenntnis.“

Erstaunlich: Gott schreibt Jona nicht ab. Er wendet sich ihm zu. Er zeigt, dass er gnädig und barmherzig ist, nicht nur den Leuten von Ninive gegenüber, sondern auch gegenüber Jona.

 

Gott fragt: „ Meinst du, dass du mit Recht zürnst?“ (Vers 4). Jonas Antwort darauf ist ein Sitzstreik, er zieht sich in den Schmollwinkel zurück. Aber Gott lässt Jona nicht fallen, er ist im Gegenteil sehr freundlich zu ihm: Gott lässt einen  Rizinusstrauch wachsen, der dem wütenden Propheten Schatten spendet. Darüber freut sich Jona unbändig.

Mit diesem Ereignis will Gott Jona klarmachen, dass sich bei ihm die Prioritäten verschoben haben. Nicht die Rettung von weit über 100 000 Menschen ist Jona wichtig, sondern das bisschen Schatten, das der Strauch spendet. Alles dreht sich bei Jona nur noch um ihn selbst.

Nun schickt Gott 3 Boten: einen Wurm, der das kleine Glück des Jona zerstört, die Sonne und einen heißen Ostwind, dem der Prophet schutzlos ausgesetzt ist. Jona merkt: Gott will ihm die Augen öffnen für seine Größe und Macht, für sein Wirken. Aber Jona ist gelähmt von seinem Eigensinn und seinem Selbstmitleid. Seine falschen Vorstellungen von Gott haben ihn von Gott weggebracht. Jona ist fertig mit Gott. Aber der lebendige Gott ist mit ihm nicht fertig!

Gott will keinen verlieren! Jedem gilt seine Liebe. Die vielen Menschen in Ninive liegen ihm am Herzen, genauso aber der verbitterte Prophet Jona. In einem zu Herzen gehenden Abschlusswort spricht Gott mit Jona, um ihn zu gewinnen: „Du bist betrübt wegen des Rizinus, der dich keine Mühe gekostet hat – und ich sollte nicht betrübt sein über den Tod von über 120 000 Menschen? Dich jammert die Staude – mich jammert Ninive!“

Ja, es ist wahr: Gott will keinen der Seinen verlieren! Der lebendige Gott geht uns Menschen nach. Er wirbt um uns, auch wenn wir uns mal verirrt haben. Gott hat dich lieb, auch wenn du dich mal von ihm entfernt hast.

In 2.Petrus 3, 9 lesen wir: „Gott will nicht, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann von seinem falschen Weg umkehrt.“

Gott ist wie der liebende Vater, der nach seinem weggelaufenen Sohn Ausschau hält und - als der endlich zurückkommt -  ihn in seine liebenden Arme schließt. So ist Gott!

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Gast
Gast Freitag, 22 September 2017

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