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Maleachi 1, 1-14

von
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Zum Abschluss unserer Reise durch das Alte Testament lesen wir noch zusammen das Buch Maleachi, das letzte Buch des AT. Über die Person des Propheten wissen wir fast nichts, deutlich ist nur, dass er vermutlich zur Zeit Nehemias lebte und wirkte (also ca.430 v.Chr.).

Die Situation ist folgende: Seit etwa 100 Jahren sind viele Juden wieder in ihre Heimat zurückgekehrt (der Erlass des Kyrus war 538 v.Chr.). Der Tempel ist wieder aufgebaut und das Opfersystem eingeführt. Aber leider hat sich bei den Juden schon wieder religiöse Routine breitgemacht. Maleachi wirft dem Volk und insbesondere den Priestern Hartherzigkeit gegenüber der Liebe Gottes und Abkehr vom Gesetz vor.  Das Buch Maleachi ruft Gottes Volk zur Buße auf. Es kündigt aber auch das Kommen des Messias an. Bis zur Geburt Jesu dauert es dann noch über 400 Jahre!

 

Gottes Liebe zu seinem Volk durchzieht das Buch Maleachi! In Vers 2 heißt es: „Ich habe euch lieb, spricht der Herr.“ In diesem letzten Buch des AT wird Gottes erwählende, souveräne, unverdiente und anhaltende Liebe zu Israel betont. Das Volk Gottes hat sich diese Liebe nicht verdient. Das gleiche gilt für uns als Christen: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8). Das müssen wir uns immer wieder vor Augen halten: Wir haben Gottes Liebe nicht verdient. Diese Liebe ist reines Geschenk  Gottes!

Maleachi kritisiert in diesem ersten Kapitel, dass die Israeliten Gottes Liebe zurückweisen (Verse 2-5) und Gott nicht die gebührende Ehre erweisen (Verse 6-14). Der Prophet richtet sich zuerst an die Priester, die das Volk zur Hingabe gegenüber Gott führen sollen. Stattdessen sind sie die ersten, die seinen Namen verachten. Konkret kritisiert Maleachi, dass die Priester unreine oder fehlerhafte Opfer darbringen und damit Gott beleidigen. Lasst uns überlegen, womit wir vielleicht Gott beleidigen und dafür Buße tun!

In Vers 11 ist davon die Rede, dass „Gottes Name herrlich ist unter den Heiden“. Damit ist gemeint, dass Menschen aus allen Völkern und Nationen Gott die Ehre geben, indem sie an ihn glauben. Wir leben in einer Zeit, in der sich diese Zusage zu erfüllen beginnt. In den allermeisten Völkern ist Gottes Wort verbreitet und hat dazu geführt, dass Menschen an Jesus glauben. Zurzeit erleben wir, dass Menschen aus muslimischen Staaten als Flüchtlinge zu uns kommen. Unsere Aufgabe ist es, ihnen in Tat und Wort Gottes Liebe zu bringen, damit Gottes Name auch „unter ihnen herrlich ist“! Wir leben in einer spannenden Zeit!

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Gast
Gast Freitag, 22 September 2017

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