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Psalm 150, 1-6

von
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„Das große Halleluja“ – so ist dieser Psalm in meiner Bibel überschrieben! Dieser wunderbare Psalm ist der kraftvolle und jubelnde Schlussakkord des Psalmenbuches.

Der Ausruf „Halleluja“ rahmt den Lobpsalm ein. Halleluja heißt übersetzt „Lobt Jahwe“ oder „Preist den Herrn!“

Der Psalm ist ein einziger großer Aufruf zum Lob Gottes. Die ganze Schöpfung wird aufgerufen, Gott zu preisen. Ausdrücklich werden in diesem Psalm viele Instrumente genannt, die beim Lob Gottes mitwirken sollen. Im Tempelgottesdienst des Alten Testaments hat Musik anscheinend eine große Rolle gespielt. Die Sänger und Instrumentalisten waren alle aus dem Stamm Levi. In der Liturgie des Gottesdienstes gab es oft einen Wechselgesang zwischen Chor und Gemeinde oder einem Einzelsänger und dem Chor (das ist bei manchen Psalmen noch gut zu erkennen). Ich wäre gerne einmal bei solch einem feierlichen Gottesdienst im Tempel von Jerusalem dabei gewesen!

 

„Lobet Gott in seinem Heiligtum!“ – so beginnt der Psalm in Vers 1. Das Lob Gottes im Himmel soll zusammenklingen mit dem Lob Gottes im irdischen Tempel. Einen kleinen Eindruck vom Lobpreis im himmlischen Gottesdienst bekommen wir übrigens in Offenbarung 4, 9-11.

Die Stimmen der Menschen sollen sich mit dem Klang der Instrumente vereinigen. Der Psalmbeter ruft gewissermaßen die einzelnen Instrumente auf so wie ein Dirigent den einzelnen Instrumenten im Orchester ihren Einsatz gibt. Mit der Posaune in Vers 3 ist das Schofar gemeint, ein Blasinstrument aus dem Widderhorn. Weiter werden Saiteninstrumente genannt und Trommeln, die den Rhythmus vorgeben. Vermutlich ging es beim Singen im Tempelgottesdienst laut und rhythmisch zu. Alles, sowohl die menschlichen Stimmen als auch die verschiedensten Instrumente, soll mithelfen, Gott zu preisen.

Interessant ist, dass die Musik in der Geschichte der Christenheit immer eine große Rolle gespielt hat. Schon die ersten Christen haben neue Lieder geschrieben, die Christus ehren - und singend sind sie in die Arena gezogen, wo sie den Löwen vorgeworfen wurden. Auch in den geistlichen Erneuerungsbewegungen wie der Reformation (Luther) und dem Pietismus spielten christliche Lieder eine große Rolle. Gegenwärtig hilft uns die neue Anbetungsmusik, uns auf Gott  zu konzentrieren und ihm die Ehre zu geben. Wir haben allen Grund, unserem Gott mit großer Begeisterung zu ehren, mit alten Chorälen ebenso wie mit neuen Liedern. Er hat es verdient!

Der Vers 2 gibt die Antwort auf die Frage, warum wir Gott loben sollen: Der Grund sind seine mächtigen Taten – in der Schöpfung, in der Geschichte Israels, in seinem Sohn Jesus Christus und auch heute in unserem Leben! Dieser wunderbare Gott hat unser Lob verdient!

Anregung: Lobe Gott heute ganz bewusst mit Liedern und Gebeten!

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Gast
Gast Freitag, 22 September 2017

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