Blog AT-365

Herzlich willkommen auf dem Blog AT-365
Hier können Sie jeden Tag einen Beitrag zum "Projekt AT-365" lesen. Den Leseplan zum Projekt können Sie hier im Blog auf der rechten Seite herunterladen.

325

 

„Das Wort Gottes hinterließ einen ungeheuren Eindruck bei der wiederhergestellten Gemeinde. Es zeigte dem Volk seine Sünden (8, 9), führte es zur Anbetung (8, 12 und 14) und schenkte ihm große Freude.“ So kommentiert ein Ausleger die Ereignisse von Kapitel 8.

Nach dem Laubhüttenfest trifft sich das Volk noch einmal zu einem Bußtag. Im Mittelpunkt steht das Bekenntnis der Sünde, begleitet von Fasten und zwei weiteren Riten als Zeichen von Trauer und Umkehr: Die Israeliten tragen Sacktuch (ein grobes dunkles Tuch aus Ziegenhaar) und streuen Staub auf ihre Köpfe.

Der Bußtag läuft so ab, dass zuerst wieder (und zwar 3 Stunden lang) das Gesetz vorgelesen wird. Anschließend folgt das Bußgebet und die Anbetung Gottes.

Weiterlesen
320

 

Es ist geschafft, das Werk ist vollendet, nach einer gewaltigen Anstrengung ist die Mauer fertig! Nehemia trifft Vorkehrungen, um die Stadt Jerusalem langfristig zu sichern (Kapitel 7, 1-3).

In Kapitel 8 ist nun von der geistlichen Neuordnung die Rede. Die Juden bitten darum, dass ihnen aus dem Gesetz vorgelesen wird. Die Initiative geht also interessanterweise vom Volk aus, nicht von den Priestern. In Israel herrscht Hunger nach dem Wort Gottes!

Kennst du das auch, Hunger nach Gottes Wort? Manchmal müssen wir uns einen Ruck geben, um in der Bibel zu lesen oder zum Gottesdienst zu gehen, nicht wahr? Ich bete darum, dass Gott uns in der Gemeinde einen ganz neuen Hunger nach seinem Wort gibt!

Weiterlesen
548

 

Im heutigen Kapitel ist von drei Wellen der Gegnerschaft gegen Nehemia die Rede. Die erste Herausforderung ist das Angebot der Freundschaft durch die Feinde. Sie bieten Nehemia Gespräche an, und zwar auf neutralem Boden. Nehemia lehnt dankend ab – gleich viermal. Er wittert eine Falle – vermutlich haben die Feinde bereits Mordpläne ausgeheckt. Bemerkenswert ist die Begründung Nehemias: Ich kann nicht kommen, weil ich ein großes Werk auszurichten habe (Vers 3).

Dann lässt Sanballat einen offenen Brief (den jeder gelesen haben kann) an Nehemia überbringen. Darin ist davon die Rede, dass das Gerücht im Umlauf ist, Nehemia wolle vom persischen König abfallen. Dieses Gerücht ist natürlich brandgefährlich, will aber letztlich auch nichts anderes, als Nehemia vom Abschluss der Bauarbeiten abzuhalten. Auch dieses Manöver durchschaut Nehemia und geht nicht darauf ein.

Weiterlesen
313

 

Ich beschränke mich bei der Erklärung auf den Vers 12: „Der Herr denkt an uns und segnet uns!“ Was für eine wunderbare Aussage! Es denkt einer an uns! Manche Menschen, besonders ältere, sagen manchmal: „Wer denkt schon noch an mich?“ Sie fühlen sich einsam und alleingelassen.

Einer denkt an uns – und das ist Gott! Gott denkt an uns, auch wenn Menschen uns vergessen. Manchmal sagen wir ja beim Abschied: „Ich denke an dich!“ Aber wenig später haben wir den Menschen vergessen.

Gott denkt an uns! Bei ihm sind wir nicht vergessen! Noch besser ist: Gott denkt nicht nur an uns, er segnet uns auch. Das ist eine wunderbare Tatsache, über die wir uns freuen dürfen.

Aber was heißt das eigentlich: Gott segnet uns? Zum Geburtstag wünschen wir einander „Gottes Segen“, aber was ist damit eigentlich gemeint? Beim Segen geht es um ein Handeln Gottes, denn von ihm geht der Segen aus. Gott beschenkt uns. Ich bekomme neue Kraft, neuen Mut.

Weiterlesen
442

 

Nachdem die Feindseligkeiten von außen und die Entmutigung im Inneren gut bewältigt sind, kommt es bei den Bewohnern Jerusalems zu neuen Problemen. Eine große soziale Ungerechtigkeit tritt zutage. Abgründe tun sich auf, Abgründe im sozialen und emotionalen Bereich.  Durch die unentgeltliche Mitarbeit beim Mauerbau werden die Armen immer ärmer, verschulden sich, Kinder der Armen werden unter Tränen in reiche Häuser gegen Geld verpfändet. Und das alles geschieht unter Volksgenossen, sogar unter Glaubensgenossen. Das Band der Einheit auf der Baustelle ist zerrissen, und damit ist das ganze Werk aufs Höchste gefährdet.

Wie soll eine Gemeinde ein Segen sein, wenn unter der Oberfläche tiefgreifende Probleme liegen, wenn Verletzungen die Menschen im Volk Gottes trennen? Dieser Zündstoff wird eine Gemeinde zerreißen, wenn er nicht entschärft wird.

Weiterlesen
380

 

Nachdem der Wiederaufbau der Mauer gut vorangegangen ist (immerhin hat die Mauer die halbe Höhe schon erreicht), kommt es nun zu Widerständen, und zwar von innen und außen.

Schon in Nehemia 3, 33-38 ist davon die Rede, dass einige Feinde Hohn und Spott über das Vorhaben Nehemias verbreiten.  Wie reagiert der Leiter auf diese Anfeindungen? Mit Gebet (Kap. 3, 36-37)! Wie der König Hiskia breitet er das Problem vor Gott aus und fleht ihn um Hilfe an.

Aber es kommt noch dicker: Die Feinde ziehen von Norden (Samaria), Osten (Ammoniter), Süden (Araber) und von Westen (Aschdoditer) gegen Jerusalem heran. Ein regulärer Krieg ist zwar nicht möglich, weil ja der persische König selbst den Wiederaufbau erlaubt hat, aber Einschüchterung und bewaffnete Überfälle sind die Mittel, die die Feinde Jerusalems anwenden, um den Mauerbau zu verhindern. Im Sternmarsch bewegen sie sich auf Jerusalem zu.

Weiterlesen
387

 

Ein Kapitel voller Namen, die Bauliste des Nehemia, der als Beamter gelernt hat, Dinge gründlich und aktenkundig zu machen. Aber was hat das alles uns zu sagen?

Zunächst einmal müssen wir uns vor Augen halten, welche Vorarbeit nötig war, um überhaupt mit dem Bauen beginnen zu können. Nehemia ist es gelungen, in einer Ratsversammlung die Verantwortlichen der Stadt für seine Vision zu gewinnen, die Stadtmauer wieder aufzubauen (Kapitel 2, 17-18). Nun muss eine Großbaustelle organisiert werden. 3-4 Kilometer Stadtmauer müssen teils repariert, teils ganz neu gebaut werden. Zur Verfügung steht ein Trümmerfeld von Felsblöcken in der Nähe der Mauer und zum Teil auch weiter drinnen in der Stadt. Zu bedenken ist, dass seit der Zerstörung Jerusalems ca. 140 Jahre vergangen sind.

Das Gelände ist schwierig, da die Mauer von der Höhe ins Kidrontal hinabläuft und von dort wieder hinauf auf den Tempelberg geführt werden muss. Auch für das Einsetzen der Tore sind spezielle Kenntnisse erforderlich. Alles in allem eine Großbaustelle von gewaltigem Ausmaß. Nehemia wird die Baustelle mehrmals inspiziert und einen genauen Plan gemacht haben.

Weiterlesen
315

 

100 Tage lang hat Nehemia für Jerusalem und für sein Volk gebetet. In dieser Zeit ist bei ihm so etwas wie eine Berufung geschehen. Er hat ein tiefes Erbarmen mit dem Volk Gottes, das unter unwürdigen Bedingungen in Juda lebt. Beim Beten entsteht eine Idee, die sich zu einem Entschluss verfestigt. Nehemia hat den Eindruck, dass er persönlich nach Jerusalem reisen sollte, um seine Landsleute dort zu unterstützen und um Jerusalem wieder aufzubauen, vor allem die Stadtmauer, damit die Menschen geschützt sind.

Aber wie soll er das dem persischen König klarmachen? Einige Zeit später ergibt sich die Gelegenheit. Der König sieht, dass Nehemia etwas bedrückt und spricht ihn an. Auf diesen Augenblick hat Nehemia gewartet. Mit viel Mut spricht er offen aus, was ihn bewegt. Er leidet mit seinem Volk in Jerusalem. Aber auch auf die Frage, was er brauche, hat Nehemia sehr konkrete Antworten (das zeigt, dass er das Thema schon oft im Gebet bewegt hat):

Weiterlesen
481

 

Wie ihr wisst, hat Nebukadnezar im Jahr 586 v.Chr. Jerusalem erobert und die Oberschicht nach Babylon deportiert. Nachdem die Perser die Babylonier besiegt haben und zur Weltmacht geworden sind, erlässt Kyrus im Jahr 538 v.Chr. ein Edikt mit dem Beschluss, die Juden wieder in ihre Heimat ziehen zu lassen (lies dazu bitte Esra 1, 1-5). 50 000 Juden kehren unter Serubabel in ihre Heimat zurück und bauen den Tempel in Jerusalem wieder auf. Im Jahr 458 kehrt eine zweite Gruppe von Juden unter Esra nach Judäa zurück. Im Jahr 444 ist es dann soweit, dass Nehemia, der Mundschenk des persischen Königs Artaxerses, nach Jerusalem reist, die Mauern der Stadt wiederaufbaut und von Gott gebraucht wird, das soziale und wirtschaftliche Leben des Volkes wiederherzustellen – das ist die Thematik im Buch Nehemia. Wie kommt es dazu?

Weiterlesen
292

 

Im Januar 588 v.Chr. marschieren die Babylonier erneut nach Jerusalem und belagert es. Die Einwohner Jerusalems leiden sehr unter der langen Belagerung und eine schreckliche Hungersnot bricht aus. Schließlich brechen die Babylonier durch die Mauern Jerusalems – dies geschieht am 16. Juli 586 v.Chr. Die wenigen übriggebliebenen Juden fliehen durch ein Tor zur Jordanebene hin, darunter auch der König Zedekia. Er wird gefangengenommen und in Nebudaknezars Hauptquartier gebracht. Dort tötet Nebukadnezar Zedekias Söhne vor den Augen des Vaters (wohl um die Thronerben zu beseitigen), er blendet den König und führt ihn gefangen nach Babylon.

Anschließend stecken die Babylonier Jerusalem in Brand. Alle wichtigen Gebäude einschließlich des Tempels und des königlichen Palastes brennen nieder, ein Großteil der Stadtmauer wird niedergerissen. Das ist das traurige Ende des Südreichs Juda – die babylonische Gefangenschaft beginnt endgültig (viele Israeliten sind ja schon bei der ersten und zweiten Wegführung nach Babylon deportiert worden).

Was können wir aus dem zweiten Königebuch mitnehmen?

Weiterlesen
335

 

Am Anfang und am Ende des Psalms steht das Wort „Halleluja“. Dieser bekannte hebräische Ausruf bedeutet: „Lasst uns Jahwe loben und preisen!“ Die Psalm 113- 118 haben eine besondere Bedeutung bei den jüdischen Festgottesdiensten. Sie werden regelmäßig beim Passafest gelesen.

Unser Psalm besteht aus 2 Teilen: in den Versen 1-3 finden wir einen Aufruf zum Lob Gottes und in den Versen 4-9 steht die Begründung.

Warum soll ausgerechnet der Name des Herrn gelobt werden (Verse 1-2)? In der Bibel tritt oft der Name an die Stelle der Person. Ein Ausleger schreibt dazu: „Wird der Name Jahwes gelobt, so wird damit Jahwe in seiner Machtstellung und in seinem Hoheitsanspruch in aller Form anerkannt.“ Dieses Gotteslob ist universal sowohl was Raum als auch was Zeit anbetrifft.

Weiterlesen
367

 

Nebukadnezar wird an Stelle seines Vaters Nabopolassar im Jahr 605 v.Chr. König von Babylonien. In diesem Jahr besiegt Nebukadnezar bei Karkemisch die Ägypter und auf diese Weise wird Babylonien zur mächtigsten Nation im Orient. Ägypten und seine Vasallen – darunter auch Juda – kommen durch diesen Sieg unter die Kontrolle der Babylonier.

Noch in demselben Jahr 605 v.Chr. überfällt Nebukadnezar Juda, um es sicher unter seine Herrschaft zu bringen. Er nimmt einige Gefangene mit nach Babylon, darunter auch Daniel und seine Freunde (siehe Daniel 1, 1-3). König Jojakim von Juda unterwirft sich zuerst den Babyloniern, probt dann den Aufstand und wird als Gefangener nach Babel geführt.

Der Bibeltext sagt ganz deutlich, dass Gott die Feinde gegen Juda sendet, um es für seine Sünden zu bestrafen, so wie es die Propheten Jesaja, Micha, Jeremia und Habakuk im Namen Gottes vorausgesagt haben.

Weiterlesen
369

 

Nachdem das Gesetzbuch bei den Renovierungsarbeiten im Tempel gefunden worden ist, zögert König Josia nicht, sondern beruft alle Veranwortlichen Israels und auch das ganze Volk zusammen. Bei dieser denkwürdigen Versammlung wird das gefundene Buch als Wort Gottes an das Volk vorgelesen. Es ist unklar, ob es sich bei dem Buch um den Pentateuch (5 Bücher Mose), das Deuteronomium (5. Buch Mose) oder daraus auch nur um den Abschnitt über den Segen des Gehorsams und den Fluch des Ungehorsams (5.Mose 27, 15 – 28, 68) handelt. Jedenfalls ist die Reaktion auf diese denkwürdige Lesung bemerkenswert: Der König  verpflichtet sich zunächst selbst, dem Herrn zu folgen und seine Worte zu leben. Dann verspricht das Volk, genau dasselbe zu tun.

Weiterlesen
Neueste Kommentare - Zeige alle Kommentare
  • Jan
    Jan sagt #
    Vielen Dank für deine Antwort, Raimund! Ich hoffe das alles mit fortschreitendem Bibelstudium selbst klarer zu sehen. Aber das lie
  • Raimund
    Raimund sagt #
    Hallo Jan, deine Fragen sind berechtig, aber schwer zu beantworten! Josia geht es darum, den Götzendienst radikal in seinem Volk z
  • Jan
    Jan sagt #
    Vers 20: Und er schlachtete alle Höhenpriester, die dort waren, auf den Altären (...) Begeht Josia hier nicht genau so schlimme Gr
315

 

Josia ist einer der besten Könige Judas. Während der Zeit seiner Herrschaft wird Babylon anstelle von Assyrien die führende Weltmacht. Ninive, die Hauptstadt der Assyrer, wird im Jahr 612 v.Chr. zerstört, im Jahr 609 v.Chr. zerfällt das assyrische Weltreich endgültig.

Josia tut, was in den  Augen Gottes gut ist – so wie Hiskia vor ihm. Vor allem als Reformer geht Josia in die Geschichte ein. Der Tempel ist zerfallen, als Josia König wird. Manasse hatte den Tempel entweiht, indem er heidnische Altäre und Götzenbilder einbauen ließ. Offensichtlich hatte er auch alle  Abschriften der biblischen Schriften vernichten lassen.

Weiterlesen
Neueste Kommentare in diesem Beitrag - Zeige alle Kommentare
  • Frauke Siebels
    Frauke Siebels sagt #
    Lieber Raimund, danke für deine täglichen Eintragungen per Blog. Während der vergangenen vier Wochen bin ich nicht regelmäßig daz
265

 

Es ist kaum zu glauben, dass auf den gottesfürchtigen und sehr gläubigen König Hiskia mit Manasse ein König folgt, der die Reformen Hiskias rückgängig macht und in dessen Herrschaftszeit die Sünde des Volkes in Juda seinen Höhepunkt findet.

Manasse ist erst 12 Jahre alt, als er als Vizekönig zusammen mit seinem Vater zu herrschen beginnt. Statt die gottesfürchtige Politik seines Vaters fortzusetzen, kehrt er zur Politik seines Großvaters Ahas zurück und führt die greulichen Sitten der Kanaanäer wieder ein. Die Altäre Baals werden wieder errichtet und Manasse setzt die Baalsverehrung als offizielle Staatsreligion in Juda ein, so wie es Ahab in Israel getan hat. Zauberei, Zeichendeuter und Totenbeschwörer gehören ebenso zum religiösen System Manasses wie die Opferung von Kindern. Manasse provoziert den Herrn, indem er ein Götzenbild der Aschera in den Tempel in Jerusalem setzt.

Weiterlesen
306

 

Etwa im  Jahr 701 v.Chr. – also zur Zeit der Belagerung Jerusalems durch Sanherib – sendet Gott seinen Propheten Jesaja, um Hiskia dessen baldigen Tod anzukündigen. Er soll sich darauf vorbereiten, indem er seine Angelegenheiten und sein Erbe in Ordnung bringt.

Hiskia antwortet auf diese schlechte Nachricht, indem er sich zu ernsthaftem Gebet zurückzieht. Der König erinnert Gott daran, wie treu er zu ihm steht. Er weint bitterlich – vielleicht weil er empfindet, dass sein Tod Sanherib Grund zum Stolz geben könnte.

Erstaunlich: Dieses Gebet, das ja noch nicht einmal die konkrete Bitte um Heilung enthält, wird von Gott erhört. Jesaja kommt mit einer zweiten Botschaft des Herrn zu Hiskia. Er soll ihm den Aufschub seines Sterbens ankündigen. Hiskias Gebet (also was er sagt) und seine Tränen (also seine Herzenshaltung, die darin zum Ausdruck kommt) bewegen Gott, ihn zu heilen. Jesaja verkündigt, dass der König in drei Tagen gesund sein wird, um Gott im Tempel anzubeten. Gott verspricht, Hiskias Leben 15 Jahre hinzuzufügen (von 701- 686 v.Chr.) und Jerusalem aus der Hand Sanheribs zu befreien!

Weiterlesen
285

 

Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht das Gebets Hiskias. „Hiskias Bitte ist eines der schönsten Gebete der Heiligen Schrift“, sagt ein Ausleger.

Sanherib, der König von Assyrien, spricht erneut eine Drohung gegen Hiskia und Jerusalem aus. Was tut Hiskia? Er geht in den Tempel und breitet den Brief vor Gott aus (ist das nicht ein wunderschönes Bild?). Er erkennt die Souveränität und Macht Gottes an: „Du allein bist Gott über alle Königreiche der Erde! Du hast den Himmel und die Erde gemacht!“ (Vers 15). Hiskia fordert Gott auf, zu hören und zu sehen. Er kann problemlos verstehen, warum Assyrien die bisherigen Feinde erfolgreich besiegen konnte. Die Götter, auf die sich diese Völker verließen, sind ja nichts weiter als Holz und Stein. Deswegen hatten sie keine Macht und konnten problemlos zerstört werden.

Weiterlesen
285

 

Wir haben allen Grund, Gott zu loben!

Mit dem Ausruf „Halleluja“ beginnt der Psalm – das heißt: preist Jahwe, preist den Herrn! Der Psalmbeter lobt öffentlich in einem Gottesdienst Gott für seine großen Taten.

Der Inhalt des Dankliedes sind die Wundertaten Gottes in der Geschichte Israels. Einige davon werden in den nächsten Versen aufgezählt: Gott hat sein Volk in der Wüste gespeist (Vers 5), Gott hat ihnen das verheißene Land gegeben (Vers 6), er hat ihnen am Sinai in den Geboten seinen Willen offenbart (Vers 7) und „er sendet eine Erlösung seinem Volk“ (Vers 9). Mit dieser Erlösung ist sicherlich zuallererst die Befreiung Israels aus Ägypten gemeint, aber hier wird schon angedeutet, dass Gott den „Erlöser“ schickt, seinen Sohn Jesus Christus, der uns von unserer Schuld und Gottesferne befreit.  Ja, Gott ist wirklich ein lebendiger Gott, der in der Geschichte handelt! In dem Namen Gottes „Jahwe“ steckt die wunderbare Zusage Gottes: „Ich bin da – für euch!“

Weiterlesen
324

 

Mit dem Fall Samarias im Jahr 722 v.Chr. ging das Nordreich Israel zu Ende. Die verbleibenden Kapitel des zweiten Königebuches beschäftigen sich mit dem Südreich Juda in der Zeit zwischen 722 v.Chr. und 586 v.Chr., dem Jahr seiner Gefangenschaft und Zerstörung.

Die Berichte werden von zwei guten Könige dominiert, wovon Hiskia der erste ist. Über ihn berichten die Kapitel 18 bis 20. Dieser Abschnitt hat eine Parallele in Jesaja 36-37.

Hiskia bekommt ein großes Lob: Er tat, was recht war in den Augen des Herrn! (Vers 3). Erstaunlich ist, dass Hiskia neben den Götzenbildern auch die bronzene Schlange zerstörte, die Mose in der Wüste gemacht hatte (4.Mose 21). Wie ist das zu verstehen? Die Schlange war auf Gottes Geheiß aufbewahrt worden, hatte sich aber zu einem religiösen Fetisch entwickelt (wurde wie ein Götze verehrt). Weil sie für die Menschen in Juda zu einem Fallstrick geworden war, zerstörte Hiskia sie.

Weiterlesen
345

 

Israel wird wegen seiner Sünde weggeführt!

Im Jahr 732 v.Chr. hatte der assyrische König Tiglat-Pileser Hoschea als König in Israel eingesetzt. Als dieser sich mit dem Pharao von Ägypten verbündete, marschierte Salmanassar V., der inzwischen König von Assyrien geworden war, in Israel ein und eroberte rasch das Land und nahm Hoschea gefangen. Die Hauptstadt Samaria widerstand den assyrischen Belagerern jedoch bis 722 v.Chr. Dann wurde auch Samaria erobert, was das Ende des Nordreiches Israel bedeutete.

Laut assyrischen Berichten deportierten die Assyrer 27 290 israelitische Einwohner zu entlegenen Orten in Assyrien. Die Umsiedlung der Bevölkerung war für die assyrische Politik der damaligen Zeit kennzeichnend.

Weiterlesen

Zusätzliche Informationen