Blog AT-365

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222

 

Einzigartig an diesem Psalm ist, dass er den Refrain „denn seine Güte währet ewiglich“ nach jeder Zeile wiederholt. Man kann sich gut vorstellen, dass dieser Refrain beim Gottesdienst im Tempel von den Gottesdienstbesuchern gemeinsam gesprochen wurde.

Der Psalm 136 hat folgenden Aufbau:

Die Verse 1 – 3 rufen zu Lob und Dank auf!

Der Hauptteil, der aus den Versen 4 – 22 besteht, nennt 3 Gründe für den Lobpreis:

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241

 

Jerusalem soll aufwachen, und zwar aus zwei Gründen: Die Zeit des Exils ist beinahe zu Ende. Jerusalem soll mit neuen Kleidern geschmückt werden – das ist ein bildlicher Ausdruck dafür, dass die Stadt wieder aufgebaut wird.

„Den Staub abschütteln“ (Vers 2) bedeutet: mit Trauern aufhören! Staub oder Asche auf dem Kopf war ein Zeichen des Trauerns (vergleiche Hiob 2, 12). Jerusalem wird von seinen Ketten befreit und niemals wieder versklavt werden. Es war wegen seiner Sünden verkauft worden (siehe Jesaja 50, 1), nun aber wird es erlöst. Dabei muss Gott allerdings nichts bezahlen. Er wird Israel in seiner freien Gnade befreien.

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223

 

In den ersten Versen spricht Gott zu denen, die das Rechte tun wollen und nach dem Herrn fragen. Dieser gläubige Überrest in Israel soll sich daran erinnern, wo er herstammt. Der Fels, aus dem sie gehauen sind, meint Abraham und  Sara, die Gründer des Volkes Israel.

Gott hat aus diesem Ehepaar ein  großes Volk gemacht – genauso wie er es verheißen hat. Obwohl Abraham und Sara viele Jahre lang keine Kinder hatten, haben sie auf Gott vertraut. Auch das Volk, an das sich Jesaja wendet, soll Gott vertrauen!

Die Verse 9 – 11 können als ein Gebet des gerechten Überrestes verstanden werden. Es geht um die Bitte, dass Gott sich in seiner Macht erheben und sein Volk retten möge, so wie er dies im Exodus aus Ägypten schon einmal getan hatte.

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243

 

Der Gottesknecht wird angegriffen, aber Gott steht ihm bei!

In den Versen 4 – 11 finden wir das dritte „Gottesknechtslied“, das ebenso wie die anderen prophetisch von Jesus Christus spricht, dem Messias, den Gott sendet.

In den Versen 4 – 5 wird uns der Knecht Gottes als einen Typus für einen Jünger genannt. Kennzeichnend für diesen Jünger ist, dass er auf das hört, was Gott ihm sagt. Und er hört nicht nur zu, er ist auch gehorsam, er tut, was Gott sagt! In Jesu irdischem Leben sehen wir etwas von diesem Gehorsam dem Vater gegenüber. „Er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz!“ (Philipper 2, 8).

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238

 

In den Versen 1 – 6 finden wir das zweite von vier Gottesknechtsliedern. Dieses „Lied“ spricht vom Sendungsauftrag des Knechtes Gottes und von seinem geistlichen Erfolg. Halten wir uns vor Augen, dass Gott durch den Propheten Jesaja diese Aussagen ca. 700 Jahre vor Christi Geburt macht.

In den Versen 1 – 5 ist der Knecht selbst die sprechende Person, in Vers 6 wird er von Gott angesprochen. Schon der erste Vers macht deutlich, dass der Messias ein Mensch ist, von einer Frau geboren. Das Besondere an ihm ist, dass Gott ihn beruft, sein Bote, sein Sprachrohr zu sein. Wie Gott selbst so ruft auch der Knecht Gottes die Völker auf, auf Gott zu hören.

Warum wird der Knecht in Vers 3 „Israel“ genannt? Der Messias wird „Israel“ genannt, weil er das erfüllt, was eigentlich Israels Aufgabe gewesen wäre.

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246

 

Der Herr erinnert sein Volk an dessen Hochmut. Es schwört bei Gottes Namen, ist aber nicht gerecht. Es behauptet, auf den Herrn zu vertrauen, ohne es wirklich zu tun. Sie haben es sich im babylonischen Reich angenehm gemacht und halten es für unwichtig, nach Jerusalem zurückzukehren.

Der Herr sagt, dass er vorausgesagt hat, was eingetreten ist (Vers 3). Damit ist offensichtlich die babylonische Gefangenschaft gemeint. Aber obwohl sie von der bevorstehenden Wegführung in die Gefangenschaft wussten, sind die Israeliten starrsinnig geworden (Vers 4) und haben es abgelehnt, ihr Leben zu ändern. Noch einmal wird gesagt, dass ein Grund für die Voraussagen Gottes war, seine Überlegenheit über die Götzen deutlich zu machen (vergleiche Jesaja 44).

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231

 

Dieses Kapitel ist voller guter Gedanken. Ich kann nur wenige herausgreifen!

In den Versen 1-5 verspricht Gott, seinen Geist auszugießen. Schon im AT gibt Gott seinen Geist Königen, Priestern und Propheten, aber nicht jeder Glaubende hat den Heiligen Geist. In Vers 3 verheißt Gott, dass er seinen Geist ausgießt – das ist zu Pfingsten geschehen. Seit Pfingsten haben alle Christen den Heiligen Geist als wunderbare Gabe Gottes. Das ist Grund, Gott dafür zu danken!

Die Verse 6 – 20 betonen, dass Jahwe der einzige Gott ist und dass Götzendienst daher unlogisch und töricht ist. Götzen, die von Menschen gemacht sind, haben selbst kein Leben in sich, denn sie sind aus Metall oder Holz gemacht – beide Baustoffe sind ironischerweise von dem wahren Gott geschaffen worden. Die Verse 15 – 20 zeigen eine Ironie auf: Aus demselben Stück Holz macht der Meister einen Götzen und backt Brot. Was für eine Torheit, sich vor einem Holz niederzubeugen, von dem ein Teil dazu dient, das Essen zu kochen und sich zu wärmen! Die Menschen, die zu solch einem Götzen beten – einem Stück Holz – sind unwissend und haben keine geistliche Einsicht.

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264

 

Dieser Psalm ist ein großartiges Loblied, das unsere Herzen anspricht.

In den Versen 1 – 2 werden wir zum Lobpreis Gottes aufgefordert: „Lobet den Namen des Herrn!“

In den Versen  3 – 18 werden uns 5 Gründe dafür genannt, warum Gott zu loben ist:

  1. Gottes Charakter (Vers 3)! Gott ist gut! Seine Güte wird hier im Wesentlichen als Gnade und Freundlichkeit gegenüber Israel verstanden. Als neutestamentliche Christen haben wir die Güte Gottes vor allem durch Jesus Christus erfahren. Ja, Gott ist es wert, dass man ihn ehrt!
  2. Gottes Erwählung (Vers 4)! Das Wort „Eigentum“ bezeichnet einen Besitz, der einem besonders wertvoll ist und zu dem ein persönliches Verhältnis besteht. Genau das will die Erwählung Israels als Gottes Volk ausdrücken.
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354

 

Gott fordert sein Volk auf, sich nicht zu fürchten (Vers 1). Warum braucht Israel sich nicht zu fürchten?

Der erste Grund ist, dass Gott sein Volk geschaffen hat und es aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.  Die Erwähnung des Auszugs aus Ägypten an dieser Stelle ist sehr wichtig, denn in den Versen 14 – 28 ist von einem neuen Exodus die Rede, nämlich dass Gott sein Volk aus Babylon befreien und nach Hause bringen wird. Die Worte „ich habe dich bei deinem Namen gerufen“ weisen auf Israels besonderes Verhältnis zu dem lebendigen Gott hin – Israel ist sein Bundesvolk. Im Hintergrund steht das Bild eines Hirten, der seine Schafe einzeln mit ihrem Namen ruft und für sie sorgt. Weil Gott in der Vergangenheit Israel geschaffen, es erlöst und sich um sein Volk gekümmert hat, wird er es auch in Zukunft beschützen. In schwierigen Zeiten – wenn im Bilde gesprochen Fluten von Wasser und Feuer es bedrängen – soll Israel nicht aufgeben und sich nicht fürchten, denn Gott wird mit ihm sein und es beschützen.

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259

 

Der Messias, der Knecht des Herrn!

In den Versen 1 – 9 finden wir das erste von 4 messianischen Gottesknechtsliedern, die entscheidende Aussagen über Jesus Christus machen. Die anderen 3 stehen in Jesaja 49, 1-6; 50, 4-11 und 52, 13 – 53, 12.

In den Versen 1 – 9 spricht Gott selbst! Was zeichnet den Knecht Gottes aus, von dem hier die Rede ist? Gott hat Wohlgefallen an ihm! Das erinnert an die Worte, die Gott bei der Taufe Jesu sagt: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!“ (Matth.3, 17). Gott hat seinen Geist auf seinen Knecht gelegt. Auch das wird im Zusammenhang mit der Taufe Jesu ausdrücklich gesagt (siehe Matth.3, 16). Die Aussagen in Vers 2 weisen auf die stille und sanftmütige Haltung hin, mit der Jesus auftrat und den Menschen begegnete. In Matth.11, 27 sagt Jesus von sich selbst: „Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig!“ Diese Aussagen machen ganz klar, dass der Knecht Gottes, von dem Jesaja hier redet, niemand anderes als unser Herr Jesus Christus ist!

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270

 

 

 

„Tröstet, tröstet mein Volk!“  Mit diesen Worten beginnt der Abschnitt im Buch Jesaja, der von der Erlösung Israels handelt. Gott spricht durch seinen Propheten das Volk Israel in der babylonischen Gefangenschaft an. Jerusalem wurde im Jahr 587 vor Christus von Nebukadnezar erobert, große Teile des Volkes wurden zwangsdeportiert. Für die Israeliten eine trostlose Situation!

 

Was müssen die Verse 1 -2 bei dem geplagten und gefangenen Volk Gottes ausgelöst haben! Gott hat sein Volk nicht vergessen! Er wird es retten und befreien! Was für eine wunderbare Botschaft! Gewiss, Israel war wegen seiner Sünde von Gott hart gestraft worden (die Gefangenschaft in Babylon war eine direkte Folge des Abfalls von Gott). Aber jetzt verkündet Jesaja die tröstliche Botschaft: „Die Schuld ist bezahlt! Ich habe euch vergeben! Ich bahne euch den Weg in die Freiheit!“

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254

 

Gott wird den Messias schicken und der wird sein Reich aufrichten – das ist die wunderbare Botschaft von Kapitel 11! Was ist die Antwort darauf? Die Antwort ist ein Loblied, dass die Geretteten Gott zur Ehre singen – dieses Loblied lesen wir in Jesaja 12!

In den Versen 1 bis 3 wird Gott dafür gelobt, dass er sich von seinem Zorn abgewendet hat. „Gott ist meine Rettung!“ so heißt es in Vers 2 („Rettung“ ist die bessere Übersetzung statt „Heil“). Retten können wir Menschen uns nicht selbst, das kann nur Gott. Rettung hat das Volk Israel immer wieder erlebt: Gott hat es aus Ägypten herausgerettet und trocken durch das Rote Meer gebracht. Uns hat Gott Rettung durch seinen Sohn Jesus Christus gebracht. Durch Jesus hat er uns die Schuld vergeben und uns zu seinen Kindern gemacht!

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288

 

Dieses Kapitel enthält wunderbare Prophezeiungen auf den Messias und sein Reich!

Gott hat angekündigt, dass das davidische Königshaus und das Volk Israel Gottes Gericht erfahren werden, was ja dann in der babylonischen Gefangenschaft tatsächlich auch geschehen ist. Das ist aber nicht das Ende, weder für das davidische Königshaus, noch für Gottes Volk, noch für Gottes Wirken! „Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen!“ (Vers 1). Hinter diesem bildhaften Ausdruck steckt folgendes: Auch wenn von Israel und dem Königshaus Davids durch Gottes Gerichtshandeln nur noch ein Baumstumpf übrig ist – aus diesem Stumpf wächst ein neuer Zweig. Gott macht seine Verheißung wahr, die er in 2. Samuel 7, 16 (bitte lesen) gegeben hat. Dieser neue Zweig ist niemand anderes als der Messias!

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277

 

In diesem Kapitel kündigt der Prophet Jesaja den Untergang des assyrischen Weltreiches an! Gott gebraucht Assyrien zwar, um Juda für seine Gottlosigkeit zu bestrafen. „Ich habe Assyrien benutzt, um mein Strafgericht zu vollziehen. Assyrien war der Stock, mit dem ich meinen Zorn zu fühlen gab.“ (Vers 5).  Aber Assyrien geht zu weit. In seinem arroganten Stolz überhebt sich der assyrische König und meint, alles durch seine eigene Macht und Weisheit zu schaffen. Er prahlt damit, dass er andere Völker und ihren Reichtum so nimmt, wie man gewöhnlich Eier aus einem Nest nimmt. (Vers 13-14).

Wegen seines Stolzes wird Gott den assyrischen König und sein Reich richten. Der Herr wird Assyriens Soldaten vernichten, wie ein Waldbrand Bäume vernichtet!

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245

 

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir!“ Mit diesen Worten beginnt dieser Psalm. Der Psalmbeter ist in tiefer Not – worin seine Not besteht, wird uns nicht gesagt. Aber er tut das einzig Richtige: Er schreit im Gebet zu Gott und bittet ihn um Hilfe! In jeder Situation können wir zu Gott kommen, egal ob es uns gut geht oder ganz dreckig. Gott ist immer für uns da!

Der Psalmbeter erkennt, dass kein Mensch bestehen würde, wenn Gott so mit uns verfahren würde, wie wir es verdienen. Der Trost besteht darin, dass es bei Gott Vergebung gibt (Vers 4). Die Gläubigen aller Zeiten sind darüber in Jubel ausgebrochen und auch wir Christen heute haben  allen Grund, uns über Gottes Vergebung  zu freuen. Aber Jubel ist nicht die einzige Reaktion auf die erfahrene Vergebung. „Dass man dich fürchte.“ – so heißt es in Vers 4. Es geht nicht um Angst vor Gott, sondern um Ehrfurcht. Die erfahrene Vergebung soll uns also nicht leichtsinnig machen, sondern sensibel für Gott. Das hilft uns, nicht so schnell wieder in Schuld zu verfallen!

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253

 

Im Volk Gottes ist es um die Zeit 730 vor Christus dunkel. Assyrien, die gefürchtete Militärmacht kommt auf Jerusalem zu. Es sieht nach Kriegsgefahr aus!

Dann ist plötzlich von einem großen Licht die Rede, das das Dunkel hell macht. Dieses Licht deutet darauf hin, dass Gott eingreift, dass er hilft und sein Volk rettet. Aber wie soll diese Rettung geschehen? Was ist mit dem großen Licht gemeint? Die Antwort gibt Vers 5: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben!“

Ein Kind? Das hätten wir nicht erwartet. Aber es ist ja nicht irgendein Kind, es ist der Messias, es ist der Gesandte Gottes, es ist der Sohn Gottes! Es ist der „Immanuel“ aus Kapitel 7, 14. Wir haben hier einen großartigen Adventstext, in dem der Prophet Jesaja mehr als 700 Jahre vor der Geburt Christi ganz wichtige Aussagen über Jesus macht. Jesus ist das angekündigte Licht – und dieses Licht hat 3 Auswirkungen:

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280

 

Wir schreiben das Jahr 734 vor Christus. Israel ist geteilt in das Nordreich Israel und das Südreich Juda (erinnert ihr euch?). In Jerusalem regiert König Ahas. Es gibt Ärger: Zwei feindliche Heere sind im Anmarsch, die Syrer unter Rezin und das Nordreich Israel unter Pekach. König Ahas hat Angst (siehe Vers 2). Da schickt Gott den Propheten Jesaja zu Ahas und ruft den König zum Glauben!

Jesaja bekommt von Gott den Auftrag, seinen Sohn mitzunehmen. Der hat einen sonderbaren Namen: Schear-Jaschub (das heißt zu deutsch: „ein Rest kehrt um“). Ahas kennt Jesaja und auch dessen Sohn. Jesaja trifft den König außerhalb der Stadt, als der gerade die Wasserleitung inspiziert. Ahas hofft also, durch menschliche Anstrengungen dem Angriff standzuhalten. Demgegenüber ruft Gott durch Jesaja und seinen Sohn den König zur Umkehr auf. Diese Umkehr hat Ahas bitter nötig, denn er ist kein König, der nach Gott fragt (lies bitte 2.Könige 16, 2). Gott ruft zur Umkehr – auch heute! Er ruft Menschen, die noch ohne ihn leben, auf, sich ihm anzuschließen. Er ruft auch uns Christen immer wieder zur Kurskorrektur auf. Ich frage mich: Wo habe ich mich von Gott entfernt? Wo gehe ich eigene Wege? Wo will Gott mich korrigieren?

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330

 

Bis zum Ende des Jahres lesen wir noch (auszugsweise) einige Prophetenbücher des AT. Wir beginnen mit Jesaja, dem größten und bekanntesten Propheten. Jesaja, der Sohn des Amoz, wirkte in Jerusalem und Umgebung als Prophet Gottes für das Südreich Juda, und zwar unter den Königen Asarja, Jotam, Ahas und Hiskia – von 739 bis 686 vor Christus. Jesaja verurteilt den zum Ritual gewordenen Gottesdienst, kritisiert den Götzendienst, der sich in Juda eingeschlichen hat,  und sagt als Konsequenz die Babylonische Gefangenschaft voraus.

In Kapitel 6 wird die Berufung Jesajas geschildert! Es geschieht im Jahr 739 vor Christus: Jesaja nimmt im Tempel an einem Gottesdienst teil. Plötzlich lässt Gott ihn in einer Vision etwas Außergewöhnliches sehen: der Vorhang zum Allerheiligsten geht auf und Jesaja darf etwas von Gott sehen. Er selbst schildert dieses Erlebnis und beschreibt, wie er Gott auf einem hohen Stufenthron sitzen sieht – eigentlich sieht er nicht Gott selbst, nur den Saum seines Gewandes, der den Tempel füllt. Aber diese Vision macht in eindrucksvoller Weise etwas von der Größe und Erhabenheit Gottes deutlich!

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361

 

Dieser letzte Abschnitt im Buch Prediger beginnt mit einer merkwürdigen Aufforderung: „Lass dein Brot über das Wasser fahren!“ (Vers 1 nach Luther). Diese Aussage ist im übertragenen Sinn zu verstehen. Der Prediger fordert uns hier auf, freigiebig zu sein und an andere zu denken – und zwar ohne jede Berechnung. Es geht darum, Geld, Kleidung, Nahrung und anderes aus Barmherzigkeit an die zu verschenken, die weniger haben. Diese Worte sind heute wieder von größter Aktualität. Lassen wir unsere Herzen noch ansprechen vom Elend der Flüchtlinge oder haben wir schon lange zugemacht? Gott fordert uns durch den Prediger zur Barmherzigkeit auf!

Die Hauptaussagen des weiteren Abschnitts lauten: Lebe in Freuden, handle verantwortungsvoll und habe Ehrfurcht vor Gott!

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397

 

In diesem Kapitel stellt der Prediger Weisheit und Torheit einander gegenüber. Ein wenig Torheit kann die ganze Weisheit zunichte machen – so heißt es in Vers 1. In Vers 4 nennt Salomo ein Beispiel dafür, wie Weisheit einen Menschen bewahren kann. Er ist der Ansicht, dass das klügste Verhalten beim Zorn eines Herrschers nicht das Weggehen ist, sondern ruhige Gelassenheit! Solche Gelassenheit wendet großes Unheil ab! Wir wünschen uns in vielen Situationen Gelassenheit, aber das ist gar nicht so einfach. Diese Gelassenheit ist ein Ausdruck von Weisheit und hängt wiederum mit dem Glauben an Gott zusammen. Wer sich an Gott hält, bekommt von ihm Frieden und Gelassenheit, nicht immer und sofort, aber immer wieder und immer mehr!

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