Blog AT-365

Herzlich willkommen auf dem Blog AT-365
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346

 

Zunächst einmal möchte ich Thomas ganz herzlich für die ausgezeichneten Erklärungen der letzten Woche danken – ich habe sie im Urlaub mit großem Interesse gelesen!

Im heutigen Kapitel beklagt Hiob sein gegenwärtiges Elend, das in so krassem Gegensatz zu seinem früheren Wohlergehen steht (Kapitel 29): Er wird in der Gesellschaft missachtet (Verse 1-15), er leidet körperliche Schmerzen (Verse 16-19), er wird mit seinen Fragen an Gott alleingelassen (Verse 20-23), er erfährt Feindschaft von Seiten der Gemeinschaft (Verse 24-26) und er gerät immer mehr in einen Zustand körperlicher und seelischer Erschöpfung (Verse 27-31).

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321

Der heutige Bibeltext gewährt uns einen Blick in Hiobs früheres Leben, das ansonsten nur in Hiob 1 und 2 beschrieben wird. Hiob beschreibt sich selbst als einen erfolgreichen, beliebten und wohlhabenden Mann, der von Gott reich gesegnet ist. Nun jedoch ist Hiob am Boden zerstört, verstoßen und arm. Er wünscht sich die damaligen Zeiten herbei, die Zeit, in der noch alles so war wie es sein sollte, in der Hiob die Welt noch verstand. Drei Dingen können wir aus diesem Text lernen:

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340

Bei dem heutigen Psalm handelt es sich vermutlich um einen Psalm, den Pilgerreisende sangen, wenn sie von der Pilgerstätte Jerusalem wieder aufbrachen, um den Weg nach Hause anzutreten. Der Reisende sang zunächst die ersten zwei Verse des Psalms. Die Berge werden mit schwerem Herzen in den Blick genommen. Sie bedeuten zum einen, dass sich eine segensreiche Zeit in der Gegenwart Gottes dem Ende zuneigt und die Heimreise darauf wartet, angetreten zu werden. Die Berge waren zudem aber auch ein Ort der Ungewissheit und der Gefahr. Nichts selten wurden Reisende Opfer von Raubüberfällen und Raubmord. Vor dieser ungewissen und gefährlichen Wegstrecke sprach sich der Reisende selbst Mut zu, indem er sich selbst daran erinnerte: „Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“

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389

In diesem Kapitel lautet das zentrale Thema: Weisheit! Da stellt sich die Frage: Was ist hier eigentlich unter Weisheit zu verstehen? Im Laufe der letzten Kapitel haben Hiob und seine Freunde ausführlich über die Weisheit diskutiert. Nach ihrem Verständnis ist ein weiser Mann jemand, der die Welt versteht.  Und Hiobs Freunde sind überzeugt davon, zu wissen, wie die Welt funktioniert. Sie denken sozusagen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

Eliphas denkt, Weisheit würde mit Lebenserfahrung einhergehen (4,7-8; 5,3-27). Wenn man die Welt nur gründlich genug beobachte und studiere, würde man weise werden und verstehen, wie alles funktioniert. Bildad glaubt, dass man sich schlicht auf die Erkenntnisse früherer Generationen stützen müsse, um die Welt zu verstehen (8,8-10). Zophar wiederum meint, man müsse einfach nur ein besonders verständiger Mensch sein, um die Welt zu verstehen (11,6).

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299

In Kapitel 3 sehen wir denselben Hiob, der sagte: „Der Herr hat mir alles gegeben und der Herr hat es mir wieder weggenommen. Gelobt sei der Name des Herrn“ und „sollen wir das Gute aus Gottes Hand nehmen, das Schlechte aber ablehnen?“ Wir sehen denselben Hiob, über den es hieß: „Trotz allem, was geschehen war, versündigte Hiob sich nicht gegen Gott und sagte nichts Ungehöriges“ und „noch immer sprach Hiob kein sündiges Wort gegen Gott.“ Derselbe Hiob, der in den ersten beiden Kapiteln so tapfer und stark erscheint, bricht in Kapitel 3 völlig zusammen und verzweifelt an seinem Leben. Er ist hoffnungslos. Er versteht das Leben nicht mehr.

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337

Im zweiten Kapitel spitz sich die Situation Hiobs noch einmal dramatisch zu. Sein Leid wird schlimmer und schlimmer. Es hört nicht auf und es scheint keinen sinnvollen Grund dafür zu geben. Wir erinnern uns: Die wirklich zentrale Frage des Buches lautet: „Ist Hiob etwa umsonst so gottesfürchtig? (ELB)“ Satan ist davon überzeugt, dass Hiob sich von Gott lossagen würde, wenn es sich für ihn nicht mehr lohnte. Genau das scheint Hiobs Frau zu denken: „Warum noch an diesem Gott festhalten, wenn es keinen Nutzen bringt?“

Eine Interessante Frage, oder? Wenn Gott zulassen würde, dass ich von heute auf morgen ALLES verliere, was mir lieb und teuer ist … meine Familie, meinen Besitz, meine Gesundheit, meine Freiheit … würde ich dann immer noch an ihm festhalten? Wer ist Gott für mich? Was bedeutet er mir? In welcher Beziehung stehe ich zu ihm? Ist er es wert, gefürchtet und angebetet zu werden, selbst wenn mein ganzes Leben in Scherben liegt? Oder ist er für mich nur ein Mittel zum Zweck?

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351

„Tu Gutes und dir wird Gutes widerfahren. Tu Böses und dir wird Böses widerfahren.“ Ist es wirklich so einfach? Jedenfalls wünschen sich Menschen manchmal, dass es so läuft. Es garantiert ein gewisses Maß an Sicherheit. Es macht das Leben berechenbar. Aber Gott wäre dann nur noch der Regisseur im Hintergrund, dessen Aufgabe darin bestünde, Lohn und Strafe gefälligst gerecht zu verteilen.

Worum geht es im Buch Hiob? Meistens wird die Geschichte von Hiob mit der Frage in Verbindung gebracht, warum einem guten Menschen Böses widerfährt. Das ist zwar eine gute und oft gestellte Frage. Jedoch müssen wir uns beim Lesen bewusst sein, dass das Buch Hiob diese Frage zwar aufwirft, aber an keiner Stelle beantwortet. Wer das Buch Hiob liest und ständig die Frage nach dem „Warum“ im Hinterkopf hat, wird den eigentlichen Kern des Buches verpassen. Die wirklich zentrale Frage des Buches wird in Hiob 1,9 gestellt: „Ist Hiob etwa umsonst so gottesfürchtig? (ELB)“

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320

Der Tag der Entscheidung ist gekommen. Der dreizehnte Tag des zwölften Monats entscheidet über das Schicksal des jüdischen Volkes. Feinde der Juden hatten geplant, sie zu vernichten. Doch nun hat sich das Blatt gewendet. Es ist den Juden gestattet, sich zur Wehr zu setzen, so das königliche Dekret. Es folgt ein dreitägiger Krieg zwischen den Juden und ihren Feinden. Das Resultat ist erschreckend. Tausende Menschen finden den Tod.

Wir fragen uns möglicherweise wie so oft im Alten Testament: Wie kann das sein? Wie kann es sein, dass Gott ein solches Gemetzel gestattet. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass die Juden hier lediglich eins tun: Ihr Leben und das ihrer Familien beschützen. Das jüdische Volk sind nicht die Angreifer. Das jüdische Volk sind diejenigen, die sich gegen ihre Angreifer zur Wehr setzen.

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286

 

In Kapitel 7 hat Königin Esther aufgedeckt, dass Haman der Feind der Juden ist. Dieser Widersacher der Juden wird gehängt. Aber es gibt immer noch ein großes Problem: Durch den Erlass des Königs droht den Juden weiterhin der Untergang. Dazu muss man wissen, dass ein Gesetz der Meder und Perser nicht zurückgenommen oder verändert werden darf.

Esther versucht alles! Noch einmal erscheint sie ungerufen vor dem König. Wieder erfährt sie die Gnade und das Wohlwollen ihres Mannes. Nun setzt sie alles daran, den tödlichen Anschlag gegen die Juden zu verhindern. So bittet sie den König um Widerruf des ersten Erlasses. Sie argumentiert, dass es ja ein Schreiben Hamans war (Vers 5) und dass sie als Jüdin nicht zusehen kann, wie ihr Volk vernichtet wird (Vers 6).

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332

 

 

Dieser Psalm ist etwas Besonderes: Er ist mit 176 Versen der längste Psalm der Bibel. Außerdem hat behandelt jeder Vers  auf ganz unterschiedliche Weise das gleiche Thema: Gottes Wort!

In diesem kurzen Blog kann ich nur auf ein paar Verse und Themen eingehen. Warum ist Bibellesen so wichtig?

1. Gottes Wort ist unsere Waffe gegen die Sünde! Lies dazu die Verse 9-11! Wir erleben im Alltag viele Versuchungen. Wie werden wir damit fertig? Jesus hat bei seiner Versuchung durch den Teufel mit Bibelversen geantwortet. Sie waren für ihn eine große Hilfe, standhaft zu bleiben. Die Bibel zeigt uns den richtigen Weg für unser Leben und will uns davor bewahren, schuldig zu werden. John Bunyan hat den interessanten Satz gesagt: „Dieses Buch (die Bibel) wird dich von der Sünde abhalten oder die Sünde wird dich von diesem Buch abhalten.“

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341

 

Beim zweiten Festmahl, das Esther für den König und Haman ausrichtet, fragt Xerxes erneut, was seine Frau sich wünscht. Diesmal sieht Esther wohl die Gelegenheit als günstig an, nimmt all ihren Mut zusammen und erbittet das Leben für sich und ihr Volk. In diesem Moment ist Xerxes klar, welcher Nation Esther angehört.

Esther formuliert: „Wir sind verkauft, um vertilgt, erschlagen und umgebracht zu werden.“ (Vers 4). Damit zitiert sie aus dem königlichen Dekret. Mit dem Ausdruck „verkauft“ spricht sie darauf an, dass Haman dem König ein hohes Bestechungsgeld angeboten hat.

Wie reagiert der König in dieser Situation? Er verlangt nach Aufklärung darüber, wer Esther und ihrem Volk so etwas antun will. Anscheinend hat er immer noch nicht den Überblick. Jetzt nutzt Esther die Gelegenheit: „Der Feind und Widersacher ist dieser niederträchtige Haman!“ Wie viel Mut gehört zu dieser Aussage! Aber mit diesem Satz ändert sich schlagartig alles!

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298

 

Die Geschichte des jüdischen Volkes nimmt einen ganz anderen Verlauf, weil ein heidnischer König nicht schlafen kann. Dieses Kapitel des Buches Esther ist sehr spannend. Gott benutzt verschiedenste Umstände, um das Geschehen zu steuern und sein Volk zu retten!

In der Nacht vor Esthers zweitem Festmahl kann der König nicht schlafen. Deshalb lässt er sich das Buch mit den täglichen Meldungen bringen. Gott sorgt dafür, dass Xerxes gerade der Part vorgelesen wird, in dem Mordechai den Anschlag gegen den König aufdeckt (Kapitel 2, 21-23). Als der persische Herrscher erfährt, dass Mordechai dafür keinen Lohn empfangen hat, benutzt Gott diesen Umstand, um Mordechai zu erhöhen und Haman in Ungnade fallen zu lassen.

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287

 

Die Kapitel 5-7 stellen den Höhepunkt des Buches Esther dar. Gott schafft es, durch eine Kombination von Ereignissen sein Volk zu bewahren. Es wird deutlich, dass Gott souverän am Werk ist und seinen Plan ausführt. Aber der Reihe nach!

Nach 3 Tagen nimmt sich Esther allen Mut zusammen und wagt sich zum König. Die Juden in der Stadt stehen mit Beten und Fasten hinter ihr. Esther tritt durch die Türe in den Thronsaal. Ihr Herz klopft bis zum Hals. Wie wird der König reagieren? Da! Der König streckt ihr das goldene Zepter entgegen. Welch eine Erleichterung! Sie darf eintreten.

König Xerxes spürt, dass Esther gekommen ist, um ihm eine Bitte vorzutragen. Er fragt sie nach ihren Wünschen und bietet ihr sogar „die Hälfte des Königreichs“ an. Diese Redewendung soll zum Ausdruck bringen, dass Esther sich wünschen kann, was immer sie begehrt.

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339

 

Die Trauer von Mordechai ist groß. Seine Auseinandersetzung mit Haman hat sein Volk in eine tiefe Existenzkrise gestürzt. Es steht zu befürchten, dass Gottes auserwähltes Volk vernichtet wird. Dass Mordechai im wahrsten Sinne des Wortes in „Sack und Asche“ geht, ist ein Zeichen seiner übergroßen Trauer. Inzwischen hören die Juden überall im Land von dem Dekret und reagieren genauso wie Mordechai. Sicherlich beten jetzt viele Juden um Rettung, auch wenn das nicht ausdrücklich erwähnt wird. In der Zwischenzeit handelt Gott hinter den Kulissen, um sein Volk zu retten!

Esther im königlichen Palast hat zwar gehört, dass Mordechai Trauer trägt, aber von dem Gebot, die Juden auszurotten, hat sie noch nichts erfahren. So schickt sie den Kämmerer Hatach zu Mordechai. Dass Mordechai im Besitz einer Kopie des königlichen Befehls ist, zeigt seine bedeutende Position im persischen Reich. Er bittet Hatach, Esther über alle Einzelheiten des königlichen Dekrets zu informieren und sie aufzufordern, zum König hineinzugehen und für ihr Volk Fürbitte zu tun!

Esthers Antwort ist nicht ermutigend (Verse 9-11). Niemand darf unangemeldet zum König gehen (diese Regel schützt den König vor möglichen Mördern). Der König lässt jeden unangemeldeten Besucher töten, es sei denn, er streckt sein goldenes Zepter aus und zeigt damit, dass der Besuch willkommen ist. Esther ist sich nicht sicher, ob der König ihr noch wohlgesonnen ist, weil er sie schon seit einem Monat nicht mehr gerufen hat.

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316

 

In Persiens Hierarchie verändert sich etwas. Haman wird der zweite Mann im Staat. Dazu muss man wissen, dass Haman ein Agagiter ist, also von den Amalekitern abstammt, die seit Sauls Zeiten die Juden hassen. Haman ist sehr stolz und genießt es, wenn die Leute vor ihm niederfallen. Fallen alle vor ihm nieder? „Aber Mordechai beugte die Knie nicht und fiel nicht nieder!“ (Vers 2).

Was ist der Grund für Mordechais Weigerung? Es ist nicht Trotz oder Hochmut, sondern sein Glaube. Als gläubiger Jude beugt er seine Knie nur vor Gott, nicht vor einem heidnischen König. Mordechai zeigt, dass ihm seine Treue Gott gegenüber wichtiger ist als die Gunst des heidnischen Königs.

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314

 

Der Zorn des Königs über den Ungehorsam von Vasti (oder Wasti) hat sich gelegt. Seine Diener bemerken aber die Sehnsucht des Königs nach einer Frau und machen den Vorschlag, er solle sich eine neue Königin suchen. Nun kommt es zum „Königinnen-Casting“. Junge, gut aussehende Frauen aus allen Provinzen werden an den Königspalast geholt.

Nun kommen die zwei Hauptpersonen des Buches Esther ins Bild. Da ist zum einen Mordechai. Er ist zwar in Babylon geboren, aber seine Vorfahren aus dem Stamm Benjamin wurden 597 v.Chr. von Nebukadnezar nach Babylon weggeführt. Zum anderen ist da Hadassah (der Name bedeutet „Myrte“), persisch heißt sie Esther („Stern“). Esther hat schon früh ihre Eltern verloren. Ihr Cousin Mordechai, der wohl einiges älter ist als sie, hat sie als Pflegetochter angenommen und sie (auch religiös) erzogen.

Esther und Mordechai sind eine Minderheit im fremden Land, haben schwere Schicksale erlebt (Esther ist früh Waise geworden) und sie sind der Willkür des persischen Herrschers ausgeliefert. Und dennoch gebraucht Gott sie in großartiger Weise, um sein Volk zu retten.

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334

 

Dieser Psalm ist ein dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes. Auffällig ist, dass der erste und letzte Vers identisch sind und das Thema vorgeben: „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich!“ Israel hat die Hilfe des Herrn gegen die es umgebenden Feinde immer wieder erlebt. Gott hat sein Volk mehrfach gerettet – darum gebührt ihm die Ehre!

Der Psalm beschreibt eine Festtagsprozession zum Tempel hin, um dort zu opfern und den Herrn zu preisen. Das machen besonders die Verse 19-20 deutlich, wo der Psalmsänger um das Öffnen der Tore bittet, damit die Festtagsgemeinde einziehen kann.

Dieser Psalm ist aber auch ein wichtiger messianischer Psalm. An zwei Stellen werden die Bezüge zu Jesus Christus ganz deutlich:

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331

 

Ab heute lesen wir das Buch Esther, das die spannende Geschichte der Rettung Israels während der Perserzeit enthält. Die Ereignisse des Buches Esther finden 40 Jahre vor dem Mauerbau Nehemias statt, spielen sich aber in Susa, einer der Residenzstädte des persischen Reiches, ab. Nach den Babyloniern sind die Perser Weltmacht geworden, Darius hat die Macht der Perser weiter ausgebaut. Nach ihm regiert sein Sohn Xerxes I. („Ahasveros“ ist die hebräische Fassung des persischen Königsnamens) von 486-465 v.Chr. Die Ereignisse unseres Buches Esther finden in den Jahren 483-482 v.Chr. statt.

Das Buch Esther gehört in der hebräischen Bibel zu den fünf Schriftrollen, die an bestimmten Festtagen vorgelesen werden – Esther beim Purimfest. Auffällig ist, dass Gott im Buch nicht ausdrücklich genannt wird, aber mit der Rettung der Israeliten dennoch eine entscheidende Rolle spielt.

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321

 

Der Aufbau der Stadtmauer von Jerusalem findet seinen feierlichen Abschluss in der Einweihung der Mauer mit einem großen Fest! (Kapitel 12, 27-43). Für das Fest kommen die Leute auch aus den umliegenden Orten nach Jerusalem. Die Einweihung ist geprägt von Musik, Opfern und großer Freude. Für die Musik werden 2 große Chöre gebildet, die sich am Tempel treffen und dort eindrucksvolle Loblieder für den Herrn singen (da wäre ich gerne dabei gewesen). Mich beeindruckt der Satz „man hörte die Freude Jerusalems schon von ferne“ (Kapitel 12, 43). Als Christen haben wir großen Grund zur Freude! Wir feiern Gott zum Beispiel am Erntedankfest als den Geber aller Gaben und wir feiern Jesus Christus zu Weihnachten, Karfreitag und Ostern. Wir haben wirklich Grund zu feiern – und das sollen auch die Menschen um uns herum erfahren!

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303

 

Nach dem Bußgebet, das wir in Kapitel 9 gelesen haben, folgt eine feierliche Selbst-Verpflichtung Israels, Gott treu zu sein und zu gehorchen und die Sünden der Vorväter nicht zu wiederholen. Die bürgerlichen Leiter, die religiösen Führer und das ganze Volk sind damit einverstanden, ihre Siegel unter eine schriftliche Vereinbarung zu setzen, dass sie die Verpflichtungen des mosaischen Gesetzes einhalten wollen.

Die Liste der Unterzeichner beginnt mit Nehemia, der auch darin dem Volk wieder ein großes Vorbild ist. Wie beim Mauerbau geht Nehemia auch hier wieder mit gutem Beispiel voran. In der Liste der Unterzeichner stehen Priester und Leviten sowie Familienoberhäupter.

Das übrige Volk unterzeichnet die Abmachung nicht persönlich, sondern verpflichtet sich mit einem Eid, „zu wandeln im Gesetz Gottes… und alle Gebote, Rechte und Satzungen des Herrn, unseres Herrschers, zu halten und zu tun.“ (Vers 30).

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