Raimund Puy

Raimund Puy

In einem Jahr durch das Neue Testament

Montag, 21 April 2014 00:55

Offenbarung 13,1-18

Offb.13 führt uns in eine dunkle Zeit in der Zukunft, in der der Antichrist das Sagen haben wird. Der ist nämlich mit dem ersten Tier gemeint, das in den Versen 1-10 beschrieben wird und das die Christen bekämpfen wird (Vers 7). Vom Antichrist ist schon in 2. Thess.2,3-12 die Rede. Dort beschreibt ihn Paulus als Menschen der Gesetzlosigkeit, der zur Ungerechtigkeit verführt. Er tritt in der Macht Satans auf. Auch in 1. Joh.2,18-23 ist vom Antichrist die Rede. Er wird hier als der Lügner bezeichnet. Der Antichrist ist der letzte große Diktator während der Endzeit. Er wird eingesetzt, inspiriert und geleitet von dem Drachen, dem Teufel selbst. Er wird ein endzeitliches Weltreich aufrichten und regieren, das auch eine Einheitsreligion besitzt. Das Reich des Antichristen wird aber nur sehr kurze Zeit existieren - in Vers 5 ist von 42 Monaten die Rede. Ob die wortwörtlich gemeint sind oder eben nur eine kurze Zeit symbolisieren, muss offen bleiben. Wichtig und tröstlich ist, was Paulus in 2.Thess.2,8 schreibt: "Ihn wird der Herr Jesus mit dem Hauch seines Mundes umbringen und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt."

Sonntag, 20 April 2014 00:52

Offenbarung 12,1-18

Dieses Kapitel lässt sich in 3 Teile galiedern: 1. Die Frau und der Drache (Verse 1-6). Mit der Frau ist zunächst einmal Israel gemeint. Mit dem Kind, das geboren wird, ist Jesus gemeint. Er stammt aus Israel. Es wird aber auch deutlich, dass das Leben Jesu von Anfang an bedroht war. Es ging schon gleich nach der Geburt unseres Herrn los mit dem Kindermord in Bethlehem und der Flucht von Jesu Familie nach Ägypten. Später war es die Bedrohung durch die führenden Juden und die Verurteilung durch den römischen Prokurator Pilatus. Hinter all diesen bedrohlichen Mächten steht der Drache (Vers 3) - ein Bild für den Teufel selber. "Das Kind wurde zu Gott und seinem Thron entrückt" (Vers 5) - damit ist die Himmelfahrt Jesu gemeint und damit steht die zukünftige Weltherrschaft Jesu im Zusammenhang. Mit der Frau ist aber nicht nur die atl. Gemeinde, also Israel, gemeint, sondern auch die Gemeinde Jesu Christi. Der Vers 6 spricht in wunderbarer Weise von der Bewahrung der Gemeinde durch Gottes wunderbare Hilfe! Das ist ein großer Trost für die Leser der Offenbarung damals und heute!

Samstag, 19 April 2014 00:34

Offenbarung 11,1-19

Offenbarung 11 ist eine Trostbotschaft mitten in den Gerichten. Allerdings gibt es zum Verständnis viele Fragen: Was ist mit dem Tempel gemeint? Wer sind die beiden Zeugen? Wann passiert das Ganze? Zu diesen Fragen gibt es unter den Auslegern ganz unterschiedliche Ansichten. Ich finde am nachvollziehbarsten, was Gerhard Maier in seinem sehr guten Kommentar schreibt:

Freitag, 18 April 2014 00:52

Offenbarung 10,1-11

Dieser Abschnitt ist ein Einschub zwischen der 6. und 7. Posaune. Auch bei den Siegeln und bei den Schalen befinden sich zwischen dem 6. und 7. Gericht kurze Zwischenstücke. Gott will mitten in den Schrecken der Gerichte sein Volk ermutigen und die Gläubigen daran erinnern, dass er immer noch souverän ist, dass er an sein Volk denkt und dass sie letztendlich siegreich sein werden.

Der Engel steht zum Zeichen dafür, dass Gott am Werk ist. Wohl stehen seine Füße wie Feuersäulen auf Erde und Meer (Gott erhebrt seinen Besitzanspruchg auf die ganze Schöpfung), aber über seinem Kopf leuchtet der Regenbogen der Gnade. Denn in Gericht und Gnade bricht Gott seinem Reich die Bahn.

Donnerstag, 17 April 2014 00:10

Offenbarung 8,6-9,21

Nun sind wir bei den furchtbaren Gerichten angekommen, die viele mit der Offenbarung in Verbindung bringen. Gott redet in diesen schweren Gerichten. Er will auch jetzt noch eine satte und gottlose Menschheit zur Umkehr rufen. Diese Gerichte sind noch nicht das Endgericht. Der Zorn Gottes kommt in ihnen noch nicht voll zum Zug. Immer noch gibt es etwas, was dieses Gerichtshandeln Gottes aufhält.

Um was geht es in diesen 6 Posaunengerichten? Es ist eine reich bebilderte Sprache, die Johannes hier verwendet und es mir nicht möglich, hier auf die Einzelheiten einzugehen. Inhaltlich scheint Johannes einen weltumspannenden Krieg zu schildern. Der Kernphysiker Berhard Philbert deutet die Schilderungen auf einen Nuklearkrieg.

Mittwoch, 16 April 2014 00:41

Offenbarung 7,1-8,5

Bevor es in Kapitel 8 mit dem Öffnen des 7. Siegels weiter geht, erfolgt in Kapitel 7 ein Einschub - es geht um die Gemeinde. Die Gemeinde erleidet in der letzten Zeit Unrecht und Verfolgung, erfährt aber auch die Liebe und Bewahrung ihres Herrn. Im Blick auf die Zeit geht es in Kap.7 um den gleichen Zeitraum wie in Kap.6, also die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen Jesu mit Betonung auf der letzten Zeit.

Dienstag, 15 April 2014 00:30

Offenbarung 6,1-17

Jesus hält das Buch mit den 7 Siegeln in der Hand. In unserem heutigen Kapitel wird beschrieben, wie Jesus die Siegel aufbricht und was dann passiert. Diese Siegelvisionen enthalten viele Parallelen zu den endzeitlichen Reden Jesu in den Evangelien (vergleiche Matth.24). Vermutlich umfassen damit diese Siegelvisionen die ganze Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen Jesu. Wir haben es mit dem Gerichtshandeln unseres Herrn zu tun, der ja alle Macht und Einsicht hat. Die Siegelvisionen enthalten zunächst 4 einleitende Gerichte in der Gestalt der sogenannten "apokalytischen Reiter", die in der Kunst eine große Rolle spielen.

Montag, 14 April 2014 00:16

Offenbarung 5,1-14

Das Kapitel 5 schließt sich unmittelbar an das Kapitel 4 an: Es geht immer noch um den himmlischen Gottesdienst, den Johannes sieht. Gott, der auf dem Thron sitzt, hält eine Buchrolle in seiner rechten Hand. Diese Buchrolle steht für den Plan Gottes zur Vollendung der Welt. Wer ist würdig, das Buch zu öffnen? - Das heißt: Wer kann Gottes Ratschluß ausführen? Endlich kommt eine positive Antwort: Jesus, das Lamm Gottes, ist würdig, das Buch zu öffnen. Mit unterschiedlichen Bildworten wird Jesus beschrieben. Er ist der Löwe aus dem Stamm Juda (vergl. 1.Mose 49,8-10) - ein Bild der Furchtlosigkeit und der Kraft. Jesus wird weiter bezeichnet als ein "Sproß aus der Wurzel Davids" (vergl. Jesaja 11,1-2). Übrigens: Unser Weihnachtslied "Es ist ein Ros entsprungen" hat seinen Ursprung in dieser Bezeichnung Jesu. Jesus ist also die Erfüllung der atl. Messiasverheißungen und damit der versprochene Retter.

Sonntag, 13 April 2014 00:33

Offenbarung 4,1-11

Zusammen mit Johannes werden wir in diesem Kapitel Zeuge eines himmlischen Gottesdienstes. Für Johannes öffnet sich eine Tür und er darf in den himmlischen Thronsaal schauen. Mit einem gewaltigen Gottesdienst beginnt das, was Jesus dem Apostel darüber zeigt, was künftig geschehen muss. In diesem himmlischen Gottesdienst, der uns Orientierung gibt für unsere Gottesdienste, geht es um den lebendigen Gott. Er selbst ist die absolute Mitte des Gottesdienstes. Gott wird angebetet. Dieser Ton zieht sich durch die ganze Offenbarung. Kein anderes Buch der Bibel ist so erfüllt von der Anbetung Gottes.

Samstag, 12 April 2014 00:54

Offenbarung 3,7-22

Ich beschränke mich auf das Sendschreiben nach Laodizea (Verse 14-22). Jesus wirft der Gemeinde "Lauheit" vor. Was ist damit gemeint? Für kochendes oder kaltes Wasser gibt es Verwendung. Aber wen soll lauwarmes Wasser erfrischen?  Mit Lauheit im Blick auf die Gemeinde ist Halbheit gemeint. Es geht um Menschen, die nicht gegen Jesus sind, aber auch nicht eindeutig dafür. Wer lau ist im Glauben, will die Vorteile vom Glauben mit den Vorteilen eines eigenständigen Lebens verbinden. Sie wollen ohne Jesus leben, aber unter dem Schutz Gottes. Sie wollen dem eigenen Willen folgen, aber unter dem Segen Gottes. Sie wollen weiter sündigen, aber Gottes Frieden haben. Jesus sagt ganz klar: Das geht nicht! Lauheit widert Jesus an. Lauheit ist gefährlich, weil laue Christen meinen, doch irgendwie in den Himmel zu kommen. Der Missionsleiter George Verwer hat einmal gesagt: "Die verbreitetste Sünde unter den Christen ist die Lauheit." Gehörst du auch zu den Lauen?

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