Raimund Puy

Raimund Puy

In einem Jahr durch das Neue Testament

Freitag, 11 April 2014 00:40

Offenbarung 2,18-3,6

In der Gemeinde in Thyatira gibt es große Probleme. Eine Prophetin übt dort großen Einfluss aus und hat die Gemeinde in lehrmäßigen und ethischen Fragen auf Abwege geführt. Sie wird im Text als "Isebel" bezeichnet. Das erinnert an die Königin im AT, die Götzendienst und Fruchtbarkeitskult in Israel einführte sowie Propheten ausrottete. Die Prophetin in der Gemeinde in Thyatira hatte anscheinend freie Hand, die Gemeinde zu verführen. Ein großer Teil der Gemeinde steht auf ihrer Seite. Jesus aber hat den Durchblick. Er hat Augen wie Feuerflammen. Er sieht, was in der Gemeinde geschehen ist und er kündigt sein Gericht an. Der standhafte Rest in der Gemeinde soll treu an Jesus festhalten! Dieses Sendschreiben warnt uns vor falschen unbiblischen Lehren und vor Kompromissen in ethischen Fragen. Beide Gefahren sind heute aktuell. Lasst uns als Gemeinde wirklich am Wort Gottes festhalten. Die Bibel soll unsere Richtschnur bleiben in allen Fragen, gerade auch den lehrmäßigen und ethischen. Wenn wir uns heute in der Ethik - gerade der Sexualethik - an Gottes Weisungen halten, bläst uns der Wind des Zeitgeistes ins Gesicht. Aber es lohnt sich, Gott treu zu sein!

Donnerstag, 10 April 2014 00:18

Offenbarung 2,1-17

In Offb.2-3 finden wir die sogenannten "Sendschreiben" an die 7 Gemeinden in der Westtürkei (siehe Bibelkarte). Es sind Hirtenbriefe des auferstandenen Jesus an ganz konkrete Gemeinden am Ende des ersten Jahrhunderts, die aber auch noch Bedeutung für uns heute haben. Mit dem "Engel der Gemeinde" ist der Gemeindeleiter gemeint. Die Briefe enthalten Lob und Tadel, den Ruf zur Buße, eine Gerichtsandrohung, eine Weisung und zum Schluss eine Verheißung.

Mittwoch, 09 April 2014 00:48

Offenbarung 1,1-20

Die Offenbarung ist nicht so leicht zu verstehen und ich kann im Rahmen dieses Blogs nicht alle Fragen beantworten. Aber lasst uns das letzte Buch der Bibel lesen mit dem Gebet: "Herr, erkläre du mir dein Wort!" Dann werden wir alle Gewinn daraus ziehen.

Die Offenbarung wurde um das Jahr 90 n.Chr. von dem Apostel Johannes geschrieben während der Christenverfolgung unter Kaiser Domitian. Johannes wurde auf die Insel Patmos verbannt (vor der heutigen türkischen Küste). Ursprünglich wurde die Offb. an 7 Gemeinden in der Westtürkei geschrieben (Vers 11). Das Buch ist die "Offenbarung Jesu Christi" (Vers 1). Also ist der erhöhte Herr selbst der eigentliche Autor des Buches. Jesus gibt die Offenbarung durch einen Engel an seinen Apostel Johannes weiter, der sie aufgeschrieben hat.

Dienstag, 08 April 2014 00:28

3.Johannesbrief

Um das Thema "Gemeinschaft" geht es im 3. Johannesbrief. Es ist ein sehr persönliches Schreiben des Apostels "an den lieben Gajus". Man spürt die enge Verbundenheit zwischen Johannes und Gajus. Der Schreiber des Briefes freut sich darüber, was Boten ihm über Gajus erzählt haben. Gajus ist geprägt von großer Treue zur Wahrheit. Damit ist letztlich gemeint, dass Gajus ganz eng mit Jesus verbunden ist und von ihm geprägt ist. Was für ein wunderbares Zeugnis!! Aber es geht noch weiter. Gajus hat anscheinend kein wichtiges Amt in der Gemeinde, aber er nimmt reisende Missionare gastfreundlich auf. Diese Gastfreundschaft war damals sehr wichtig und prägt das Leben des Gajus. In 1.Petrus 4,9 steht: "Seid gastfrei untereinander ohne Murren!" Gastfreundschaft ist auch heute sehr nötig! Es ist wichtig, dass wir als Christen Herz und Haus für andere öffnen, vor allem für Glaubensgeschwister. Dabei kommt es nicht auf tolles Essen an, sondern auf gute und geistliche Gemeinschaft, die wir miteinander haben! In unserer Gemeinde warten vor allem Alleinstehende und auch die Studierenden darauf, dass sie mal eingeladen werden. Lasst uns noch gastfreundlicher in unserer Gemeinde werden!

Montag, 07 April 2014 00:36

2. Johannesbrief

Diesen kurzen Brief hat der Apostel Johannes vermutlich am Ende des ersten Jahrhunderts geschrieben. Er stellt sich vor als der "Älteste" (Vers 1). Tatsächlich war Johannes für lange Zeit der leitende Älteste in der Gemeinde in Ephesus. Er richtet den Brief an die "Herrin und ihre Kinder". Das kann zweierlei bedeuten: Entweder richtet sich dieser Brief an eine Ortsgemeinde und ihre Mitglieder oder Johannes bezeichnet mit "Herrin" eine bestimmte Christin mit ihren Kindern.

Sonntag, 06 April 2014 00:21

1.Johannesbrief 5,1-21

Dieses Kapitel hat es in sich. Ich kann die Fragen nur antippen. Der erste wichtige Vers ist der Vers 4: "Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat!" In Kürze feiern wir die Auferstehung unseres Herrn. Damit hat Jesus die Sünde, den Tod und den Teufel besiegt. Und als seine Nachfolgerinnen und Nachfolger gehören wir zum Sieger. Er gibt uns Anteil an seinem Sieg. Seit Ostern sind die Kämpfe des Teufels Rückzugsgefechte. Der Sieg ist schon da, nur die Vernichtung des Feindes und die Siegesfeier stehen noch aus!

Samstag, 05 April 2014 00:09

1.Johannesbrief 4,1-21

"Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt!" - mit diesen Worten kann man das ganze Kapitel zusammenfassen. Johannes wird als der Apostel der Liebe bezeichnet. Tatsächlich stellt er uns mehr als andere Gottes Liebe vor Augen. In Vers 8 heißt es: "Gott ist Liebe!" In Luk.15 lesen wir das Gleichnis vom liebenden Vater, der seinen Sohn auch noch liebt, als der abgehauen ist und ihn bitter enttäuscht hat. So ist Gott! In der Bibel können wir einen Blick in das Herz Gottes tun. Gott liebt dich - egal, was gewesen ist, wie oft du ihn enttäuscht hat! In einem Lied singen wir: "Herr, ich danke dir, dass du mich kennst und dennoch liebst!" Das ist das Erstaunliche: Gottes Liebe ist nicht an irgendwoche Voraussetzungen oder Bedingungen gebunden. Er liebt uns - einfach so. Seine Liebe zu uns ist nicht irgendein erhebendes Gefühl. Gottes Liebe wird zur Tat: Er schickt uns seinen Sohn, der für unsere Sünden stirbt. Am Kreuz von Golgatha wird Gottes Liebe am deutlichsten sichtbar!

Freitag, 04 April 2014 00:04

1.Johannesbrief 3,1-24

Wir sind Gottes Kinder! Diese großartige Aussage stellt Johannes an den Anfang unsere Kapitels. Jesus Christus hat uns errettet und zu Gottes Kindern gemacht. Nun gehören wir zu seiner großen Familie und dürfen zu Gott "Vater" sagen. Das alles gilt schon jetzt. Aber in der Zukunft wartet noch Größeres auf uns: Wir werden Jesus sehen und wir werden ihm ähnlich sein (so muss der Vers 2 besser übersetzt werden). Jetzt leben wir im Glauben an Jesus, können ihn aber noch nicht sehen. Dann werden wir ihn endlich sehen und bei ihm sein, mit ihm an einem Tisch sitzen und mit unseren Herrn feiern. Was für wunderbare Zukunftsaussichten!

Donnerstag, 03 April 2014 00:52

1.Johannesbrief 2,7-29

In den Versen 7-11 finden wir einen eindringlichen Appell zur Bruderliebe. Wer sagt, dass er im Licht Gottes lebt, der kann nicht anders, als seine Glaubensgeschwister zu lieben. Die enge Verbindung zu Gott führt auch zu einer engen Verbindung zu unseren Mitchristen. Wer mit seinen Glaubensgeschwistern gar nicht klar kommt oder im ständigen Konflikt mit ihnen lebt, sollte noch einmal seinen Glauben überprüfen.

Mittwoch, 02 April 2014 00:15

1.Johannesbrief 1,1-2,6

Leben im Licht! - darum geht es im ersten Johannesbrief und besonders in diesem ersten Abschnitt. "Gott ist Licht!" - so lautet die grundsätzliche Aussage in Vers 5. Was ist damit gemeint? Das ist zunächst ein Trostsatz für alle Glaubenden. Gott ist rein, Gott ist hell, Gott ist gut, wir brauchen uns nicht vor ihm zu fürchten. "Gott ist Licht!" - das stärkt unser Vertrauen zu Gott.

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