Raimund Puy

Raimund Puy

In einem Jahr durch das Neue Testament

Dienstag, 01 April 2014 00:42

Johannes 21,1-25

Petrus ist ein Versager. Er hat seinen Herrn drei Mal verleugnet. Nun begegnet ihm der auferstandene Herr am Ufer des Sees Genezareth. Wie wird Jesus wohl reagieren? Will er überhaupt noch etwas mit ihm zu tun haben?

Jesus redet mit dem Jünger, der versagt hat. Er lässt ihn nicht links liegen. Jesus wendet sich ihm zu. Er ist mit dem Versager nicht fertig und er macht ihn auch nicht fertig. Das ist eine gute Nachricht für uns! Wir brauchen nicht zu verzweifeln, wenn wir versagt haben. Jesus wendet sich dem Versager zu. Ja, Jesus ließ sich gerade für uns Versager ans Kreuz nageln. Jesus fängt mit dem Versager neu an.

Montag, 31 März 2014 00:21

Johannes 20,19-31

Heute steht der "ungläubige Thomas" im Mittelpunkt. Der auferstandene Jesus hat sich am Abend des ersten Ostertages seinen Jüngern gezeigt, aber Thomas hat gefehlt. Thomas glaubt den anderen Jüngern nicht, als sie von der Begegnung mit ihrem Herrn erzählen. Thomas hat massive Zweifel und bringt sie auch zum Ausdruck! Lasst uns mal überlegen: Wie wären wir mit Thomas und seinen Zweifeln in unserer Gemeinde umgegangen? Würden wir ihn ernst nehmen? Jesus nimmt den Zweifler und seine Zweifel ernst - damals und heute! Lasst auch uns barmherzig sein mit Menschen, die Glaubenszweifel haben! In Judas Vers 22 steht: "Erbarmt euch über die Zweifler!" Es ist wichtig, dass wir in unserer Gemeinde keine fromme Maske tragen brauchen , sondern offen von Schwierigkeiten erzählen können. Hauskreise sind dafür ein guter Ort. Jeder von uns kann mithelfen, dass wir in unserer Gemeinde eine solche offene Atmosphäre haben!

Sonntag, 30 März 2014 00:53

Johannes 20,1-18

Jesus Christus lebt! Als Christen glauben wir nicht an einen Religionsstifter, der vor 2000 Jahren kluge Gedanken äußerte, sondern an einen lebendigen Herrn, der heute lebt und erfahrbar ist. Das ist die Botschaft von Ostern!

Dabei begann der erste Ostertag eher trübe. Weder Maria aus Magdala noch die Jünger rechnen mit der Auferstehung Jesu. Als Maria das Grab offen sieht, glaubt sie an einen Leichenraub und informiert die Jünger. Petrus und Johannes machen einen Wettlauf zum Grab und schauen hinein. Was sie dort sehen, verwirrt sie sehr.

Samstag, 29 März 2014 00:14

Johannes 19,17-42

Man kann diesen Bericht über die Kreuzigung Jesu nicht lesen, ohne bis ins Innerste berührt zu sein. Aber das Kreuz ist nicht das Ende eines Versagers, nein, das Kreuz ist der Sieg des Heilandes. Das bringt unser Herr selbst zum Ausdruck, als er direkt vor seinem Tod die Worte ruft: "Es ist vollbracht!" (Vers 30). Was ist damit gemeint?

Diese Worte bedeuten erstens: Die Qual hat ein Ende! Jesu Ruf "Mich dürstet!" zeigt, dass unser Herr am Kreuz schreckliche Qualen leidet. Das Kreuz war eine der grausamsten Hinrichtungsarten des Altertums. Jesus weiß: Nun ist es geschafft - die Qual hat ein Ende!

Freitag, 28 März 2014 00:43

Johannes 18,28-19,16

Nach dem Verhör vor den Hohepriestern Hannas und Kajaphas wird Jesus ins Prätorium gebracht, den Amtssitz des römischen Prokurators Pilatus.
 Für die führenden Juden steht nämlich fest, dass Jesus den Tod verdient hat. Jüdische Gerichte aber durften niemanden hinrichten, das stand allein den Römern zu. So landet Jesus am frühen Morgen des Karfreitag (wohl gegen 6 Uhr) bei Pilatus. Pilatus will sich ein Bild von Jesus machen und herausfinden, ob er ein Aufständischer gegen das römische Reich ist. Deshalb fragt er ihn: "Bist du der König der Juden?" (Vers 33). Es geht in diesem Verhör um die Frage: Wer ist Jesus? Letztlich ist diese Frage das entscheidende Thema des ganzen Johannesevangeliums. Pilatus erkennt bald, dass Jesus unschuldig ist (Verse 38 und 12).

Donnerstag, 27 März 2014 00:12

Johannes 18,1-27

Petrus verleugnet seinen Herrn! Das hätten wir nicht gedacht. Petrus - das war doch ein Draufgänger, der gern schon mal große Töne spuckte. Hatte er nicht noch vor kurzem vollmundig behauptet: "Ich will mein Leben für dich lassen!" (Joh.13,38)? Diesen selbstbewussten Petrus finden wir plötzlich in einer ganz anderen Lage: aller Mut ist verschwunden; ein paar Fragen werfen ihn total aus der Bahn; er bestreitet, etwas mit diesem Jesus zu tun zu haben. Am Schluss ist Petrus am Boden zerstört. Petrus ist ein Versager!

Mittwoch, 26 März 2014 00:27

Johannes 17,1-26

Ein eindrucksvolles Gebet Jesu! In diesem sogenannten "hohenpriesterlichen Gebet" betet Jesus für sich selbst (Verse 1-5), für seine Jünger (Verse 6-19) sowie für alle, die an ihn glauben werden (Verse 20-26). Ich beschränke mich auf die Verse 20-23, in denen es um die Einheit der Christen geht. Jesus ist die Einheit seiner Nachfolger ein großes Anliegen! In diesem Abschnitt betet unser Herr für die zukünftigen Gemeinden, die entstehen werden - also auch für uns. Einheit unter den Glaubenden ist nicht durch dieselbe Lehre, die Taufe oder irgendwelche Rituale gegeben. Die Einheit unter den Christen gründet darin, dass wir durch Jesus Christus Gottes Kinder sind! Wir selbst können die Einheit also nicht machen, sie ist durch Jesu Wirken bereits gegeben. Alle wahrhaft Glaubenden sind Gottes Kinder. Wir gehören damit zur großen Familie Gottes. Die anderen Christen sind unsere Brüder und Schwestern. Freunde sucht man sich aus, Brüder und Schwestern hat man.

Dienstag, 25 März 2014 00:10

Johannes 16,16-33

Getroster Blick nach vorn! - so könnte man den Abschnitt überschreiben. Jesus lenkt den Blick seiner Jünger nach vorne. Er sagt ihnen voraus, dass sie ihn in Kürze nicht mehr sehen werden, weil Jesus stirbt und begraben wird. Danach aber werden sie ihn wiedersehen, weil Jesus von den Toten auferstehen wird (Vers 16). Was Jesus hier sagt, hat sie kurze Zeit später wortwörtlich so erfüllt.

Montag, 24 März 2014 00:41

Johannes 16,1-15

Jesus liefert uns in diesem Abschnitt ganz wichtige Erkenntnisse über den Heiligen Geist! Erstaunlich ist, dass Jesus den Jüngern erklärt, dass es gut ist, dass er zum Vater in den Himmel geht. Andernfalls würde der Heilige Geist nicht zu ihnen kommen. Als Christen sind wir reich beschenkte Leute: Jesus hat uns zu unserer Neugeburt den Heiligen Geist gegeben. Dieser Heilige Geist ist so wichtig, weil er uns die Augen öffnet: Er bewirkt, dass wir unsere Schuld erkennen. Aber nicht nur das - der Heilige Geist zeigt uns auch, wie wir vor Gott gerecht werden können, er erklärt uns nämlich, was es mit dem Tod Jesu am Kreuz auf sich hat und was er für uns bedeutet. Der Heilige Geist bewirkt beides: Ich erkenne immer mehr, was für ein großer Sünder ich bin, aber ich erkenne auch immer mehr, wie groß das Wunder der Rettung durch Jesus ist!

Sonntag, 23 März 2014 00:47

Johannes 15,1-27

Johannes 15 ist ein absolut wichtiges Kapitel über unsere Beziehung zu Jesus. Gott ist der Weingärtner: Das zeigt uns Gott als jemanden, der nicht in der Ferne thront. Das zeigt uns vielmehr einen Gott, der unendlich viel Mühe in uns investiert. Jesus bezeichnet sich selbst als den wahren Weinstock. Wir sind die Reben an diesem wunderbaren Weinstock. Das zeigt, dass wir Leben nur durch Jesus haben. Das zeigt uns aber auch, dass alle Voraussetzungen dafür, dass wir Frucht tragen, schon da sind - einfach durch unsere Verbindung zu dem Weinstock, zu Jesus. Wir brauchen nicht selber Frucht zu schaffen - das können wir auch gar nicht. Wir brauchen nur die ungestörte Verbindung zu Jesus!

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