Raimund Puy

Raimund Puy

In einem Jahr durch das Neue Testament

Montag, 06 Mai 2013 05:05

Matthäus 5, 21-48

In den 6 Antithesen in dem Text von heute stellt Jesus gegenüber, wie die Pharisäer Gottes Willen verfälscht haben und was die ursprüngliche Absicht Gottes mit dem Gebot war. Im ersten Teil fordert uns Jesus auf: "Versöhnt euch statt zornig zu werden!" Jesus macht deutlich, dass feindselige Gedanken, dass Hass, Bitterkeit und Groll gegen Gottes Willen verstoßen und der Anfang vom Mord sind. In einem Konflikt kommt es darauf an, dass ich den Mut habe zu sagen "Es tut mir leid!" - diese Worte fallen uns schwer, aber sie sind der Anfang der Versöhnung. Jesus fordert uns auf, uns umgehend um Versöhnung zu bemühen!

Sonntag, 05 Mai 2013 03:00

Matthäus 5, 1-20

Heute beginnen wir mit dem Lesen der Bergpredigt (BP), der wichtigsten und berühmtesten Predigt der Welt. Martyn Lloyd-Jones sagt: "Diese Predigt ist ein Muss für alle Christen. Sie ist ein vollkommenes Bild für das Leben im Reich Gottes!" Die Worte Jesu sind sehr herausfordernd und stellen unsere üblichen Verhaltensweisen in Frage. So ist es kein Wunder, dass die Leute, die die BP zuerst hörten, entsetzt waren. Jesus geht es in der BP darum, den Willen Gottes von seinem Ursprung her freizulegen und zu einem Leben, das Gottes Willen entspricht, anzuleiten. Wir werden nicht durch das Halten der BP Christen. Vielmehr zeigt Jesus in seiner gewaltigen Predigt auf, wie wir als Christen leben sollen. Wir sind aufgefordert, einen wirklich christlichen Lebensstil zu entwickeln. In den Seligpreisungen (5,3-12) beschreibt Jesus den Charakter von Christen.

Samstag, 04 Mai 2013 03:47

Matthäus 4, 1-25

Könnt ihr euch noch an die Predigt vom letzten Sonntag erinnern? Das Thema war: "In der Versuchung standhalten!" Jesus wurde vom Teufel versucht, aber er wurde nicht schwach - er hielt in der Versuchung stand. Eine Versuchung ist der Anreiz, etwas gegen Gottes Willen zu tun. Das erleben Christen jeden Tag. Auch wir erleben die Versuchung, alles selbst in die Hand zu nehmen, die Versuchung, Anerkennung zu erlangen und wir kennen auch die Versuchung der Macht.

Freitag, 03 Mai 2013 04:30

Matthäus 3,1-17

Die Botschaft Johannes des Täufers wird in Vers 2 zusammengefasst: "Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!" Johannes ruft die Menschen zur Buße auf. Damit ist eine radikale Abkehr von der Sünde gemeint, eine wirkliche Umkehr, die Auswirkungen auf das Leben hat. Interessant ist, dass die erste Predigt Jesu mit derselben Aufforderung beginnt (Matth.4,17). Johannes spricht vom "Himmelreich", das nahe herbeigekommen ist. In den anderen Evangelien ist vom "Reich Gottes" die Rede, was aber das Gleiche meint. Matthäus verwendet aus Rücksicht auf seine jüdischen Leser eine Umschreibung des Namens Gottes. Was ist mit dem Himmelreich gemeint? Es geht um die Herrschaft Gottes über alle Menschen, die ihm vertrauen und sich seiner Herrschaft bewußt unterstellen. Diese Herrschaft Gottes beginnt mit dem Auftreten Jesu. Jetzt herrscht Gott in uns Gläubigen durch Jesus und den Heiligen Geist. Am Ende wird diese Herrschaft Gottes für alle sichtbar werden.

Donnerstag, 02 Mai 2013 04:00

Matthäus 2,1-23

Die Weisen aus dem Morgenland, von denen in Matthäus 2 die Rede ist, sind Sterndeuter, Magier aus Babylonien. Sie haben einen besonderen Stern gesehen, den sie so gedeutet haben, dass in Israel ein König geboren sein muss. Das erstaunliche ist: Diese heidnischen Männer machen sich auf die 1000 km lange Reise nach Israel. Als sie in Jerusalem nach dem neugeborenen König fragen, löst das große Unruhe aus, vor allem bei Herodes, der einen Konkurrenten für seine Herrschaft wittert. Interessant ist, dass die Schriftgelehrten zwar aus dem AT wissen, wo der neue König geboren werden soll, aber nicht so viel Glauben aufbringen, die Sterndeuter nach Betlehem zu begleiten. Wir können daraus erkennen, dass die Kenntnis der Heiligen Schrift noch nicht automatisch Glauben bewirkt. Ich bete dafür, dass durch das Lesen des NT wirklich unser Glaube gestärkt wird.

Mittwoch, 01 Mai 2013 04:00

Matthäus 1, 1-25

Herzlich willkommen bei NT 365!!
In einem Jahr lesen wir gemeinsam das Neue Testament (NT) durch. Heute starten wir mit dem Matthäusevangelium (Mt-Ev). Der Verfasser – Matthäus - war früher Oberzöllner, bevor Jesus ihn in seine Nachfolge rief (Matth.9,9). Das Mt-Ev wurde also von einem Augenzeugen verfasst, einem der 12 Apostel. Das Evangelium (griechisch für: Gute Nachricht) wurde in dem Zeitraum zwischen 55 und 70 n.Chr. geschrieben und richtete sich ursprünglich an Juden.
Eine wichtige Absicht des Mt-Ev. ist es, deutlich zu machen, dass Jesus Christus der im Alten Testament (AT) von Gott verheißene Messias ist. Deshalb finden sich in diesem Evangelium mehr als 60 Zitate aus dem AT. Außerdem enthält es fünf große Reden Jesu - die bekannteste davon ist die Bergpredigt.

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