Raimund Puy

Raimund Puy

In einem Jahr durch das Neue Testament

Sonntag, 02 März 2014 00:47

Johannes 4,1-26

Aus dem heutigen Abschnitt können wir Entscheidendes lernen für Glaubensgespräche! 1. Jesus sucht menschlichen Kontakt mit der Frau am Brunnen. Jesus ist auf der Durchreise, es ist mittags und heiß, er ist müde und durstig. Normalerweise hätte kein jüdischer Mann eine samaritische Frau angesprochen. Dazu war sie eine im Dorf verachtete Außenseiterin. Trotzdem spricht Jesus sie an. Es ist wichtig, dass wir ganz normale menschliche Kontakte mit Nichtchristen haben und sie auch pflegen. Frage: Welche Kontakte hast du? Für wen betest du?

Samstag, 01 März 2014 00:37

Johannes 3,22-36

"Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen!" Dieser Satz ist nicht das Motto für die vor uns liegende Fastenzeit, sondern das geistliche Motto von Johannes dem Täufer, das auch das unsere werden kann. Seine Schüler erzählen Johannes, dass Jesus mehr Zulauf hat als er. Wie wird Johannes darauf reagieren? Wieder kommen wir ins Staunen über die Bescheidenheit und Demut des Johannes. Johannes wiederholt, dass er nicht der Messias ist, sondern nur sein Wegbereiter. Johannes vergleicht sich mit dem "Freund des Bräutigams", also dem Brautführer, der bei der Hochzeit die Braut dem Bräutigam zuführt. Johannes sieht seine Aufgabe darin, die Menschen (die Braut) zu dem Bräutigam (Jesus) zu bringen. Er freut sich also von Herzen darüber, dass Jesus so viel Zulauf hat. In diesem Sinne ist der Satz gemeint: "Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen!"

Freitag, 28 Februar 2014 00:24

Johannes 3,1-21

"Gott schafft Neues!" - darum geht es in diesem sehr bekannten Bibelabschnitt. Nikodemus kommt nachts zu Jesus, weil er menschenscheu ist und die anderen es nicht wissen sollen. Er will Klarheit über Jesus haben, deshalb spricht er ihn direkt an. Jesus antwortet sehr direkt: "So wie du bist, Nikodemus, bist du nicht passend für das Reich Gottes, so kommst du nicht in den Himmel! Du brauchst eine Neugeburt!" Nikodemus, ein sehr frommer Mann, ist sehr betroffen. "Wie soll das gehen," so fragt er, "soll ich wieder in den Körper meiner Mutter zurückkriechen?" Jesus erklärt geduldig, dass mit der Neugeburt ein Neuanfang von Gott her gemeint ist, eine grundsätzliche Änderung für das Leben. Diesen Neuanfang schaffen wir nicht selbst, den schenkt Gott. Was dazu nötig ist, erklärt Jesu so: "Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht ins Reich Gottes hineinkommen!" (Vers 5). Was ist damit gemeint?

Donnerstag, 27 Februar 2014 00:59

Johannes 2,1-25

Johannes erzählt in seinem Evangelium von 8 Zeichen, die Jesus getan hat. Er bezeichnet Jesu Wunder als Zeichen, weil sie über sich hinaus weisen und Jesus als den Sohn Gottes herausstellen und zum Glauben auffordern. Im ersten Teil des zweiten Kapitels berichtet Johannes von Jesu ersten Zeichen bei der Hochzeit zu Kana. Kana liegt vermutlich ca. 14 km nördlich von Nazareth, so dass dieser Ort gut erreichbar war. In Israel konnte eine Hochzeitsfeier bis zu einer Woche dauern. Vermutlich kommen Jesus und seine Jünger erst nach Beginn der Feierlichkeiten bei dieser Hochzeit an.

Mittwoch, 26 Februar 2014 00:13

Johannes 1,35-51

Das Evangelium im persönlichen Umfeld bezeugen! - darum geht es im heutigen Abschnitt. Hauptperson ist heute Andreas, einer, von dem man sonst im NT kaum etwas liest. Andreas ist zusammen mit seinem Freund auf der Suche nach Halt und Sinn im Leben. Deshalb hat er Kontakt zu Johannes dem Täufer gesucht. Als Johannes Jesus vorübergehen sieht, weist er Andreas und seinen Freund auf ihn hin. Sie bekommen erklärt, dass Jesus das "Lamm Gottes" ist, von dem im AT schon die Rede ist. Nun ist bei den beiden Männern das Interesse geweckt. Sie wenden sich an Jesus und wollen ihn kennenlernen. Jesus empfängt sie mit offenen Armen und nachdem sie einige Stunden mit Jesus verbracht haben, ist für sie klar: Wir haben den Messias gefunden!

Dienstag, 25 Februar 2014 00:30

Johannes 1,19-34

Ein wichtiges Thema im JohEv (Johannesevangelium) ist, dass Jesus wirklich der Messias und der Sohn Gottes ist! Johannes der Täufer ist dafür ein erster wichtiger Zeuge. Im Jordantal rief er die Menschen zur Umkehr auf und bereitete sie so auf das Kommen des Messias vor. Einige dachten wohl, dass Johannes bereits der Messias sei, aber er bringt sehr klar zum Ausdruck, dass er nicht der verheißene Messias ist. Im Gegenteil: "Ich bin nicht würdig, ihm die Schuhriemen zu lösen." (Vers 27). Zu den Aufgaben eines Sklaven gehörte damals, seinem Herrn die Schuhe auszuziehen. Johannes sieht sich nicht als würdig an, dies für den Messias zu tun - so demütig ist er. Seine Demut sehen wir auch daran, dass er auf die Frage "Wer bist du?" mit einem Zitat aus Jesaja 40,3 antwortet: "Ich bin die Stimme eines Predigers in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!" (Vers 23). Zur Zeit Jesajas ging es um die Rückkehr aus dem babylonischen Exil, jetzt geht es um die Rückkehr des Volkes Israel zu Gott. Wir brauchen auch heute solche mutigen Rufer, die Menschen zur Umkehr auffordern!

Montag, 24 Februar 2014 00:24

Johannes 1,1-18

Heute beginnen wir, das 4. Evangelium zu lesen. Es wurde von dem Apostel Johannes verfasst, einem der 3 engsten Vertrauten Jesu. Johannes spricht von sich mehrmals als dem Jünger, "den Jesus liebte". Das zeigt seine Bescheidenheit - er nennt nicht seinen Namen - aber auch seine besonders enge Verbindung zu Jesus. Johannes war also Augenzeuge des irdischen Dienstes von Jesus. Nach der Himmelfahrt Jesu war er einer der "Säulen" der Jerusalemer Urgemeinde, später Leiter der Gemeinde in Ephesus.

Sonntag, 23 Februar 2014 00:09

Judasbrief

Judas, der Verfasser des Briefes, ist ein Bruder des Jakobus. Mit Jakobus kann nur der Halbbruder Jesu gemeint sein, der einer der Leiter der Jerusalemer Gemeinde war. Die Folgerung ist, dass auch Judas ein Halbbruder Jesu gewesen ist (gleiche Mutter, menschlicher Vater). Bitte lies Matth.13, 55 nach!

Samstag, 22 Februar 2014 00:32

2.Petrus 3,1-18

"Jesus kommt ganz bestimmt wieder!" - das ist die Aussage dieses Abschnittes. Damals traten Spötter auf, die sagten: "Das wird nichts mehr mit der Wiederkunft Jesu. Ihr Christen wartet auf den Sankt-Nimmerleins-Tag!" Solche Aussagen können wir auch heute hören und sie können uns verunsichern. Petrus hat eine wichtige Botschaft Gottes für uns!

Freitag, 21 Februar 2014 00:40

2. Petrus 2,1-22

Stellt euch einmal vor, wir würden in einer Welt leben, in der es keinerlei Rechtssystem gäbe. Keine Polizei. Keine Gerichte. Keine Gefängnisse. Einbrecher könnten Wohnungen leer räumen, ohne verklagt zu werden. Mörder könnten morden, ohne inhaftiert zu werden. Kidnapper könnten Kinder entführen, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Eine schreckliche Vorstellung, oder? Niemand würde in einer solchen Welt leben wollen.

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