Raimund Puy

Raimund Puy

In einem Jahr durch das Neue Testament

Montag, 10 Februar 2014 00:58

Markus 15,1-19

Ein Unschuldiger wird verurteilt! (Wichtige Gedanken dieser Auslegung habe ich dem Kommentar von Gerhard Maier entnommen). Am Morgen des Karfreitag liefern die Hohenpriester den gefesselten Jesus bei dem römischen Statthalter Pilatus ab. Der Grund dafür ist, dass der Hohe Rat damals keine Todesurteile vollstrecken durfte - dafür waren die Römer zuständig. Wie wird Pilatus Jesus berurteilen? Die Anklage wirft Jesus ein politisches Königtum vor, das Jesus nie wollte. Überraschenderweise antwortet Jesus auf die Frage, ob er der König der Juden sei, mit einem "Ja". Jesus tut es, weil er wirklich ein "König Israels", also der Messias ist. Außerdem stammt er ja von David ab. Mit dieser bewussten Aussage Jesu bringt er sein Leben in äußerste Gefahr, denn ein Feind des römischen Reiches musste mit aller Macht bekämpft werden. Dennoch hat Jesus sich zu dieser Aussage entschieden, weil es Gottes Plan war, dass er für uns in den Tod ging.

Sonntag, 09 Februar 2014 00:45

Markus 14,53-72

Wie kommt es zum Todesurteil Jesu? In den Versen 53-62 wird uns das berichtet. Der gesamte Hohe Rat hat sich um Mitternacht versammelt und verhandelt gegen Jesus. Wenn man ihn zum Tode verurteilen will, dann gibt es nur zwei Wege: a) übereinstimmende Zeugenaussagen gegen ihn oder b) das Geständnis des Angeklagten. Der Hohe Rat tut zunächst alles, um auf der ersten Weg zum Erfolg zu kommen, aber vergeblich: Die Zeugenaussagen stimmen nicht überein.

Samstag, 08 Februar 2014 00:24

Markus 14,32-52

Jesus in Gethsemane! (Verse 32-42). Unser Herr verbringt die letzte Nacht seines irdischen Lebens in dem Olivenhain an den Hängen des Ölbergs. Die 3 JÜnger, die mitgekommen sind, erleben ihren Herrn ganz anders als sonst. Jesus wird von Angst gepackt. Es ist Todesangst, die ihm zu schaffen macht. Jesus steht nicht einfach über den Dingen, er ist auch ganz und gar Mensch - das lernen wir hier. Jesus hat aber nicht einfach Angst vor dem Sterben. Hier, in Gethsemane, sieht Jesus einen schrecklichen Moment auf sich zukommen, den Moment nämlich, in dem er ausrufen wird: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Markus 15,34). Ja, Gott wird sich von ihm wegdrehen, weil ihm der Anblick der Sünde unerträglich ist, der Sünde, die von uns kommt und die Jesus auf sich genommen hat. Jesus erlebt auf Golgatha stellvertretend für uns, dass der Mensch mit seiner Sünde nicht vor Gott bestehen kann. Ein Ausleger hat das so ausgedrückt: "Den Fluch Gottes nimmt auf sich der, der ohne Gott nicht leben kann, von Gott wird der verstoßen, der ganz und gar von Gott lebt." Darum geht es, wenn sich in Gethsemane bei Jesus Angst und Grauen breit macht und er Todesangst hat. Wir erkennen neu, wie schlimm unsere Sünde ist. Wir staunen neu über Jesus, der meine Sünde auf sich nahm und damit ans Kreuz ging!

Freitag, 07 Februar 2014 00:32

Markus 14,12-31

Das Abendmahl zeigt in überwältigender Weise Jesu Liebe zu den Seinen! Jesus isst mit seinen Jüngern. Er sortiert keinen aus. Auch der Angeber Petrus ist dabei (Vers 29), der Feigling Thomas und auch die Hitzköpfe Jakobus und Johannes. Jesus schickt keinen weg. Er sagt nicht: "Was bist du nur für ein schwacher Christ. Wieviel Versagen gibt es bei dir!"

Donnerstag, 06 Februar 2014 00:20

Markus 14,1-11

Nun befinden wir uns in der letzten Woche des irdischen Lebens Jesu. Sein Sterben steht unmittelbar bevor. Jesus ist wieder einmal in Bethanien, einem Dorf ganz in der Nähe von Jerusalem, wo er viele Nachfolger hat. Bei einem Abendessen im Hause Simons kommt eine Frau, zerbricht ein Fläschchen mit kostbarem Öl und gießt dieses Öl auf den Kopf Jesu. Was soll das? So haben auch die Jünger gedacht. Ihnen geht es um den Wert des Öls, das damals teuer importiert werden musste, und was man damit alles Gutes hätte machen können. Wir fragen uns heute, was diese Geste der Frau bedeuten soll.

Mittwoch, 05 Februar 2014 11:08

Markus 13,24-37

In dem Abschnitt heute spricht Jesus Christus über sein Wiederkommen. Das wird das nächste große Ereignis der Geschichte sein: Jesus Christus kommt wieder auf diese Erde, aber nicht als Kind in der Krippe, sondern "mit großer Kraft und Herrlichkeit". Er kommt wieder als der Herr, als der König, aber auch als der Richter! Als Christen können wir uns von Herzen darauf freuen, denn alle Glaubenden werden dann Jesus Christus begegnen. Wir werden ihn sehen, an den wir geglaubt haben.

Dienstag, 04 Februar 2014 00:48

Markus 13,1-23

"Gewißheit über die Zukunft!" - so möchte ich den heutigen Abschnitt überschreiben. Wir möchten gerne etwas über die Zukunft erfahren. Jesus sagt uns Wichtiges zu diesem Thema in seiner großen Endzeitrede in Markus 13. Ich kann nur einige wesentliche Linien der Rede Jesu ansprechen.

Montag, 03 Februar 2014 00:40

Markus 12,35-44

"Ein Opfer, das Gott gefällt!" - so überschreibe ich den Abschnitt der Verse 41-44. Jesus sitzt als Lehrer im Tempel an einem für den Unterricht günstigen Platz. Von da aus sieht er den Opferkasten und die Menschen, die ihre Gaben und Opfer einlegen. Damit wird für uns deutlich: Gott sieht, was wir opfern, er nimmt das bewusst wahr!

Sonntag, 02 Februar 2014 00:48

Markus 12,18-34

Nun seid ihr mit mir schon 9 Monate dabei, das NT zu lesen - dickes Kompliment!! Ich mache euch Mut auch für das letzte Vierteljahr - es warten noch spannende Texte auf uns!

Heute geht es um die Frage nach dem wichtigsten Gebot (Verse 28-34). Ein pharisäischer Schriftgelehrter hat sie gestellt. Die Juden zählen im AT 613 Gebote und Verbote. Da lohnt es sich schon zu wissen, welche am allerwichtigsten sind. Jesus antwortet mit Aussagen des AT: Es geht darum, Gott zu lieben (5.Mose 6,4-5) und den Nächsten zu lieben (3.Mose 19,18).

Samstag, 01 Februar 2014 00:26

Markus 12,1-17

Mit der Frage nach den Steuern stellen die Gegner Jesus eine Fangfrage (Verse 13-17). Ist Jesus gegen die Steuer, dann erweist er sich als Zelot, als Gegner des römischen Staates. Ist Jesus für die Steuer, dann ist er ein Kollaborateur mit den verhassten Römern, dann stellt er sich gegen die Juden. Egal, was Jesus sagt: Es wird gegen ihn verwendet werden. Wie kommt Jesus aus dem Dilemma heraus?

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