Raimund Puy

Raimund Puy

In einem Jahr durch das Neue Testament

Freitag, 31 Januar 2014 00:33

Markus 1,20-33

In der Auslegung beziehe ich mich auf die Verse 12-14 und 20-25 (bitte noch einmal lesen!). Der Feigenbaum wird bestraft, weil er für den Messias keine Früchte bringt. Zugleich ist das Ganze eine prophetische Zeichenhandlung. Der Feigenbaum ist schon im AT öfter ein Symbol für Israel. Israel wird Gericht von Gott erleben, weil es Jesus als den Messias verwirft!

Donnerstag, 30 Januar 2014 00:25

Markus 11,1-19

Nach Sacharja 9,9 (bitte lesen!!) wird der Messias auf dem Fohlen einer Eselin in Jerusalem einziehen. Das prägt Jesus und sein Handeln, als er von Jericho her kommend die Gegend von Jerusalem erreicht. Als er am Ölberg ankommt, schickt Jesus zwei seiner Jünger nach Betfage (zu deutsch: Feigenhausen). Jesus weiß, dass der Vater im Himmel dort ein Fohlen für ihn bereithält. Er sieht durch den Heiligen Geist alle Einzelheiten vor sich und kann den Jüngern die entsprechenden Anweisungen geben. Die Jünger erleben, dass sich die Ankündigungen Jesu wortwörtlich erfüllen. Der Schlüsselsatz, der dazu führt, dass den Jüngern das Fohlen mitgegeben wird, lautet: "Gott braucht es!" Diese Worte überwinden jeden Widerstand.

Mittwoch, 29 Januar 2014 00:25

Markus 10,32-52

Johannes und Jakobus sind doch unmöglich - sie beanspruchen die Plätze neben Jesus im Himmel. Aber wir sind gar nicht so weit von den beiden Jüngern entfernt:  wir wollen auch gerne die Größten sein und im Mittelpunkt stehen.

Während die Jünger an die Ehrenplätze im Himmel denken, spricht Jesus über sein Leiden und Sterben. Mit dem "Kelch" und mit der "Taufe" ist sein Todesleiden gemeint. Jesus sagt, dass auch die beiden Jünger durch Leiden gehen werden. Genau das ist später eingetroffen. Jakobus starb schon früh den Märtyrertod (Apg.12,2) und auch Johannes war mehrmals im Gefängnis und mußte im hohen Alter noch die Verbannung auf die Insel Patmos erleben.

Dienstag, 28 Januar 2014 00:41

Markus 10,17-31

Jesus lädt ein, ihm nachzufolgen! Der junge Mann stellt die wichtigste Frage schlechthin: Wie bekomme ich ewiges Leben? Warum ist Jesus nicht gleich begeistert? Warum geht Jesus nicht direkt auf die Frage ein? Unser Herr will dem jungen Mann zeigen, dass bei ihm Heuchelei vorhanden ist. Der junge Mann will diskutieren, aber nicht wirklich gehorsam sein. Jesus entlarvt ihn als einen, der auf der Flucht ist vor Gott und seinem offenbarten Willen.

Montag, 27 Januar 2014 00:29

Markus 10,1-16

Jesus nimmt Stellung zum Thema "Scheidung". Zur Zeit Jesu herrschte im Judentum eine sehr liberale Scheidungspraxis. Wenn z.B. eine Frau die Suppe versalzen hatte, konnte sich ein Mann von ihr scheiden lassen. Jesus betont, dass Gottes ursprünglicher Wille im Blick auf die Ehe die lebenslange Verbindung von Mann und Frau. In unserem Abschnitt stehen die bekannten Worte, die wir von Hochzeiten kennen: "Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden." Heute lassen sich auch viele Ehepaare wieder scheiden. Deshalb ist es wichtig, dass sich Paare gut auf die Ehe vorbereiten, dass Ehepaare bei Problemen in der Partnerschaft Hilfe und Seelsorge suchen und wir alles versuchen, um gefährdete Ehen zu retten. Lasst uns auch bewusst für Ehen beten, gerade für solche, die gefährdet sind!

Sonntag, 26 Januar 2014 00:30

Markus 9,30-50

Kapernaum wird zum Ort der Seelsorge Jesu an seinen Jüngern (ich beschränke mich bei der Erklärung auf die Verse 33-35). Die Jünger haben auf ihren Wanderungen eine wichtige Frage miteinander diskutiert, aber Jesus außen vor gelassen. Das war ein großer Fehler, den wir auch oft machen. Jesus möchte in alle Bereiche und alle Fragen miteinbezogen werden.

Samstag, 25 Januar 2014 00:25

Markus 9,14-29

Auf den Glauben kommt es an! - Das macht diese Geschichte eindrucksvoll deutlich. Auch den Jüngern, die schon lange mit Jesus unterwegs sind, fällt das Glauben schwer. In der Klage Jesu über das "ungläubige Geschlecht" (Vers 19) sind auch die glaubensarmen Jünger mit gemeint. Wie arm ist doch oft auch unser Glaube!

Freitag, 24 Januar 2014 00:07

Markus 9,2-13

Dieser Abschnitt ist in meiner Bibel überschrieben mit "Die Verklärung Jesu". Aber was ist mit Verklärung gemeint? Das griechische Wort, das hier verwendet wird, ist "Metamorphose" - wir kennen das von der Larve, die zum Schmetterling wird. Jesus verändert vor den Augen der 3 Jünger sein Aussehen: Er erscheint nun in himmlischer Herrlichkeit. Seine weißen Kleider sind ein Ausdruck der Reinheit und Herrlichkeit. Jesus erscheint den Jüngern hier als der himmlische Herr, als der Messias und Gottessohn! Das hat die Jünger sehr beeindruckt. Da wäre ich gerne dabei gewesen!

Donnerstag, 23 Januar 2014 00:43

Markus 8,27-9,1

Ich beschränke mich bei der Erklärung auf die Worte Jesu über die Nachfolge (Verse 34-38). Jesus lädt ein, ihm nachzufolgen.  Aber niemand wird zur Nachfolge gezwungen - das ist bis heute so. Jeder kann sich frei entscheiden.

Allerdings hat Jesus nicht gesagt: Komm zu mir und du bist alle Probleme los! Nein, Jesus hat es ganz klar gesagt: Nachfolge bedeutet Selbstverleugnung, Selbstverleugnung in dem Sinn, dass man nicht mehr menschlichen Vorstellungen folgen kann, wie Petrus es soeben noch tat (Vers 32). Vielmehr gilt es, den göttlichen Worten zu folgen und Jesus regieren zu lassen. Die Herrschaft des menschlichen Ich muss also durch die Herrschaft Jesu ersetzt werden. Nachfolge Jesu bedeutet Herrschaftswechsel!

Mittwoch, 22 Januar 2014 00:27

Markus 8, 1-26

Die Speisung der 4000 (Verse 1-9) ist eine eigenständige Geschichte und keine Wiederholung von 6,30-44. Seit 3 Tagen ist eine große Anzahl von Menschen bei Jesus, um seine Lehrvorträge und seine Bibelauslegung zu hören - seit 3 Tagen hören die Menschen zu, das muss man sich mal vorstellen! Aber nun sind die Vorräte zu Ende und Jesus sagt "Ich habe Erbarmen mit dem Volk!" (Vers 2). Jesus ist der gute Hirte, der sich voller Erbarmen seiner Herde annimmt.

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